Kommentar
Dieser Abgang wird Niklaus Hörlers Vermächtnis nicht gerecht

Die neue Doppelspitze des Schwägalp-Schwingets steht mit Andrea Abderhalden und Reto Fuster bereit. Doch der langjährige OK-Präsident Niklaus Hörler ist nicht dabei, als dies verkündet wird. Es zeichnet sich ein unschöner Abgang ab. Unser Kommentar.

Ives Bruggmann
Ives Bruggmann
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OK-Präsident Niklaus Hörler vor dem Siegerstein des Schwägalp-Schwingets.

OK-Präsident Niklaus Hörler vor dem Siegerstein des Schwägalp-Schwingets.

Bild: Arthur Gamsa

Es rumorte in den vergangenen Tagen im Organisationskomitee sowie im Verein Schwägalp-Schwinget. Grund war die Nachfolgeregelung des langjährigen Präsidenten Niklaus Hörler. Oder der Zeitpunkt?

Fakt ist, dass Hörler schon vor Jahren seinen Rücktritt – spätestens auf die Delegiertenversammlung 2023 – ankündigte. Fakt ist auch, dass die eigens dafür eingesetzte Findungskommission nun fristgerecht mit Andrea Abderhalden und Reto Fuster zwei geeignete Persönlichkeiten für eine zukunftsweisende Doppelspitze als OK-Präsidentin und Vereinspräsident präsentierte. Offen bleibt jedoch, wieso sich der Verein, das OK und Hörler nicht friedlich einigen konnten. Denn Hörler reichte bis heute keinen schriftlichen Rücktritt ein, weshalb er de facto noch bis im Januar als Präsident gewählt ist.

Diese Zwischengeräusche hätten mit besserer Kommunikation untereinander vermieden werden können. Sie schmälern jedoch keineswegs das Werk von Niklaus Hörler. Schliesslich war der Gründungspräsident der geistige Vater des Schwägalp-Schwingets. Unter seiner Leitung wurde das Fest ab 2000 zum Publikumsmagnet und 2015 gar vom VBS als Anlass von nationaler Bedeutung eingestuft. Trotz all seiner Verdienste bleibt durch seinen Abgang durch die Hintertür – wenn er denn im Januar beschlossen wird – ein schaler Nachgeschmack. Es ist ein Abgang, der seinem Vermächtnis nicht gerecht wird. Egal, wer ihn zu verschulden hat.