1.-23. Dezember
Der Oltner Kulturadventskalender 23 Sternschnuppen im Bild: Wir zeigen alle Auftritte der Künstlerinnen und Künstler

Jeden Abend um 18.15 Uhr für eine halbe Stunde: Das ist der Oltner Kulturadventskalender 23 Sternschnuppen vom 1. bis 23. Dezember. Wer von den Künstlerinnen und Künstlern auftritt, ist eine Überraschung. Hier lösen wir sie auf.

Fabian Muster
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1. Sternschnuppe: Ist Sisyphos systemrelevant? Braucht’s mich noch oder war’s das? Um den Wahnsinn der Bürokratie kreist das Theaterstück «Du hast keine Chance, packe sie!» der Zürcher Theatergruppe Trio Tria. Zu sehen waren die drei Schauspielerinnen Eva Maropoulos, Christina Spaar und Joëlle Danielle am Donnerstag, 1. Dezember, in der Oltner Stadtkirche vor zahlreichem Publikum an der ersten von 23 Sternschnuppen.
23 Bilder
2. Sternschnuppe: Am zweiten Abend der 23 Sternschnuppen begeisterten Leila Pfister und Admir Doci das Publikum mit ihrem spanischen Repertoire. In der voll besetzten Stadtkirche kamen die musischen Klänge wunderbar zur Geltung. Am Schluss wurde das Ensemble unter tosendem Applaus von der Bühne begleitet.
3. Sternschnuppe: Der dritte Abend der 23 Sternschnuppen in der vollbesetzten Stadtkirche war musikalisch. Die Berner Sängerin Jo Elle trat zusammen mit der Oltner Reggae-Band The Mighty Roots auf und brachte mit ihrer Musik das Publikum in den Wintermäntel an den Palmenstrand.
4. Sternschnuppe: Ein wundervoll harmonischer Jazz stand im Fokus der 4. Sternschnuppe: Gitarrist Tomas Sauter und Bassist Daniel Schläppi spielen seit 20 Jahren im Duo und gehören zu den Highlights des europäischen Jazz. Mit herrlich sanften Tönen, weichen Stimmungsbildern und energetischen Rhythmen entführten sie das Publikum in der gut gefüllten Stadtkirche an wärmende Sehnsuchtsorte.
5. Sternschnuppe: Der Walliser Zauberkünstler Lionel verzauberte die gut gefüllte Oltner Stadtkirche. Ob mit einem roten Faden, einem Glas voll Erbsen, zwei Zauberwürfeln oder Spielkarten – der kreative Magier wusste vollends zu begeistern. Mit viel Witz und seinem Charme versetzte er das Publikum Mal für Mal ins Staunen.
6. Sternschnuppe: Die Samichlaus-Sternschnuppe gehörte dem Duo Lapsus. Die beiden Komiker stehen bereits seit 27 Jahren auf der Bühne, leichtfüssig und tiefgründig zugleich. Das Chaos beginnt schon bei der Anmoderation und zieht sich über die Generalprobe für das Humorfestival hin bis zur Erzeugung von alternativem Strom aus Fahnen. Die zahlreichen Sternschnuppen-Gäste verliessen die Oltner Stadtkirche jedenfalls durchaus amüsiert.
Die 7. Sternschnuppe unterhielt von der ersten Sekunde an: Cie Champloo experimentierte mit Rhythmus und Bewegung und untersuchte die atemberaubende Begegnung von Individuen. In einem poetisch-komischen Klanguniversum trafen Tanz und Beatbox aufeinander und versetzten das Publikum in Staunen und Begeisterung.
8. Sternschnuppe: Sie Russin, er Ukrainer. Beide seit drei Jahren wohnhaft in Olten. Die Pianistin Maria Anikina und der Sänger und Gitarrist Vadym Besarab verkörpern im gut gefüllten Oltner Stadttheater ein friedliches Miteinander, das es leider auf der Weltbühne momentan nicht gibt. In ihrem Programm «Der Adventskranz» spielen sie ukrainische Folklore und Ausschnitte aus Tschaikowskis «Nussknacker». Das Publikum reagiert begeistert! Dafür gabs als Zugabe ein «O Tannenbaum» mit ukrainischem Akzent.
9. Sternschnuppe: Einmal unter Applaus über den roten Teppich gehen: Clown Linaz & Musiker Zé ermöglichten dies dem Sternschnuppen-Publikum am 9. Abend des Oltner Kultur-Adventskalenders. Clown Linaz Vorbereitungen dazu waren zwar nicht ganz komplikationsfrei, dafür umso vergnüglicher für die Gäste in der vollbesetzten Stadtkirche. Ein mitreissender Abend mit Akkordeonklängen.
10. Sternschnuppe: Christof Wolfisberg, die eine Hälfte vom Duo «Ohne Rolf», zeigte an der 10. Sternschnuppe ein kabarettistisches Theater. Er verblüffte das zahlreiche Publikum mit mehrschichtigen Texten. Passiert gerade etwas, weil es so im Manuskript steht? Oder ist es umgekehrt? Passt sich das Manuskript, welches auf dem Tisch liegt, dem an, was gerade passiert? Der Wortkünstler spielte mit dem Publikum und seinen Gedanken. Und das auf sehr komische Art.
11. Sternschnuppe: Dakar Produktion zeigte am ersten Sternschnuppenabend in der Schützi einen Ausschnitt aus ihrem Figurentheater «SoKo Schafskopf ermittelt». Die drei Schafe Locke, Flocke und Socke werden aus ihrem idyllischen Leben gerissen, als auf ihrer Schafsweide plötzlich Container abgeladen werden und eine Fabrik gebaut werden soll. Können die drei das Unheil abwenden?
12. Sternschnuppe: Der Sternschnuppen-Abend stand im Zeichen des historischen Kabaretts: Benedikt Meyer zeigte auf unterhaltsame und anregende Weise die Verbindungen zwischen Eisenbahngeschichte und den unterschiedlichen Uhrzeiten in Basel sowie zwischen Frauenstimmrecht und dem generischen Maskulinum. Die Anekdoten begeisterten und überraschten das zahlreiche Publikum gleichermassen.
13. Sternschnuppe: Einem der ältesten Geheimnisse Europas widmete sich das Theatersyndikat Nora & The Gang aus Winterthur: Wie vermehren sich die Aale? Schon Aristoteles soll darüber gerätselt haben. Immer wild und immer ruhig tanzten die sechs Darstellenden in der Schützi das Leben – und das Sterben – der Aale vor. Das zweite Mini-Drama wiederum erzählte die rührende Liebesgeschichte zwischen einer einsamen Telefonmastin und einem jungen Fernmeldetechniker.
14. Sternschnuppe: Wozu Altpapier nützlich sein kann, wenn man es mit professionellem Können verbindet, zeigten «Wilderbluescht» (Johanna Schaub und Christoph Blum) mit Witz und viel Poesie. Mit wunderbaren Stimmen und einem virtuosen Instrumentalspiel interpretierten sie in ihrem Programm «zart & zääch» Stücke aus dem Schweizer Volksliedgut und sorgten in der voll besetzten Schützi für stimmungsvolle und höchst vergnügliche Bild- und Klangwelten.
15. Sternschnuppe: Natürlich muss jede für sich selber entscheiden, was sie schön findet. Aber wer will schon den Rest des Lebens allein bleiben. Die «närrische» Schauspielerin Sonja Silber beleuchtet ironisch sexistische Rollenbilder und wie sie uns prägen. Diskret untermalt vom Perkussionisten Pascal bewirbt sie in ihrem fiktiven Youtube-Channel «Never enough» die ultimative Enthaarungspinzette und gibt ebenso notwendige Tipps, wie die Frau dem Mann gefallen kann. Natürlich muss jede für sich selber …
16. Sternschnuppe: So nah wie gestern in der Schützi ist Galicien selten. Die Musikgruppe Aires e Follas da terra aus Olten begeisterte mit Dudelsack, Pauke und Schellentambourin das zahlreich erschienene Publikum.
17. Sternschnuppe: Der junge Ostschweizer Wildtierfotograf Levi Fitze entlockte dem Publikum viele AHHHs und OOHHHS mit seinen beeindruckenden Bildern und abenteuerlichen Geschichten. Die Birkhähne beim Balztanz, der Steinbock in der Abendsonne beim Gang zum Schlafplatz oder Fuchskinder beim Erkunden ihres Lebensraums.
An der 18. Sternschnuppe war der Name Programm: «InQdrt» präsentierte Tanzperformance kombiniert mit Parcours und zwar «im Quadrat», genauer im Würfel. Zu Beginn wurde das Sternschnuppen-Publikum mit einem kurzen Vorstellungsvideo auf das Kommende vorbereitet. Und nach der Performance gab eine Mini-Podiumsdiskussion Einblick in die Zusammenarbeit und Entstehung dieses aussergewöhnlichen Kollektivs.
19. Sternschnuppe: Die junge Basler Spoken Word-Künstlerin Fine Degen liess in die Welt des Poetry Slams blicken. Ihre Texte über das Erwachsenwerden liessen das Publikum schmunzeln, aber auch ein wenig nachdenklich zurück. Wortgewandt schaffte es Degen, witzig und gleichzeitig gesellschaftskritisch alltägliche Themen aufzugreifen. Mit ihrer angenehmen Stimme brachte sie die Poetry Slam erprobte Schützi zum Zuhören.
20. Sternschnuppe: In der sehr gut besetzten Schützi sahen die bezauberten Zuschauerinnen und Zuschauer Ausschnitte aus einem Doku-Film von Thomas Riedelsheimer über den Naturkünstler Andy Goldsworthy. Der Engländer setzt für seine Skulpturen die in der freien Natur vorkommenden Materialien wie Blüten, Wolle, Steine, Blätter, Zweige ein. Seine meist kurzlebigen Kunstwerke strahlen Gelassenheit und Harmonie aus.
«I renne vo Huus zu Huus, überall wohne i nid»… sinieren Sarah Elena Müller und Milena Krstic (im Hintergrund Sebastian Hackmann) von Cruise Ship Misery mit Synthesizer und berndeutscher Stimme. Das Spoken Pop Duo besingt den Alltag, zwischen Langeweile und kafkaesken Lebenslagen, zwischen Wohlstandsmief und Freiheitssehnsucht. Dabei beschreiben Stimme und Beats das Unbehagen nur zu genau und machen aus dem Auftritt ganz grosses Kino!
22. Sternschnuppe: Mal wieder etwas offline machen? Theater vielleicht? Im Stück «Auftritt» der integrativen Theatergruppe Tocca aus Olten kommen nicht die Lauten und Selbstbewussten zu Wort, sondern die Leisen, die viel zu sagen haben, sich aber im realen Leben nicht trauen. In authentischen Auftritten spielen die Laiendarstellerinnen und -darsteller lebendige Szenen eines einmütigen Miteinanders. Tocca stammt vom italienischen Verb toccare, also berühren. Berührt war das Publikum in der vollbesetzten Schützi allemal.
23. Sternschnuppe: Die 23 Sternschnuppen verabschieden sich am 23. Abend mit Herzblut, ausgelassener Stimmung und jeder Menge guter Musik. The James Brown Tribute Show entliess das treue und zahlreiche Sternschnuppenpublikum mit einem Paukenschlag ins Weihnachtsfest.

1. Sternschnuppe: Ist Sisyphos systemrelevant? Braucht’s mich noch oder war’s das? Um den Wahnsinn der Bürokratie kreist das Theaterstück «Du hast keine Chance, packe sie!» der Zürcher Theatergruppe Trio Tria. Zu sehen waren die drei Schauspielerinnen Eva Maropoulos, Christina Spaar und Joëlle Danielle am Donnerstag, 1. Dezember, in der Oltner Stadtkirche vor zahlreichem Publikum an der ersten von 23 Sternschnuppen.

zvg