POLIZEIARBEIT
Nach temporärer Schliessung einiger Polizeistationen: Kantonspolizei St.Gallen zieht positives Fazit

Von Mitte Juli bis Mitte Oktober waren fünf Polizeiposten im Kanton St.Gallen temporär geschlossen, fünf wurden personell reduziert betrieben. Die Polizeistationen sind wieder uneingeschränkt geöffnet. Nun kommuniziert die Kantonspolizei ihre Auswertung zu den Massnahmen.

Drucken
Im Kanton St.Gallen sind alle Polizeiposten wieder geöffnet.

Im Kanton St.Gallen sind alle Polizeiposten wieder geöffnet.

Bild: Kapo SG

Wegen Personalengpässen aufgrund personalintensiver Veranstaltungen und zunehmender Einsätze zur Regelung zwischenmenschlicher Probleme schloss die Kantonspolizei St.Gallen einige Polizeistationen vom 18. Juli bis 23. Oktober temporär. Dazu gehörten die Polizeistationen Goldach, Wittenbach, Bad Ragaz, Walenstadt und Oberriet. Die Polizeistationen Schänis, Uznach, Flums, Gams und Flawil wurden personalseitig reduziert.

Seit Montag, 24. Oktober, sind alle temporär geschlossenen Polizeistationen im Rahmen ihrer Öffnungszeiten wieder geöffnet. Die Auswertung der Polizei zu dieser Massnahme liegt nun vor.

2120 Arbeitsstunden eingespart und Überzeit abgebaut

Die durch die Schliessung der Polizeiposten frei gewordenen Mitarbeitenden konnten auf den grösseren Polizeistationen zusammengezogen werden oder verstärkten temporär die Mobile Polizei in der Region, in welcher ein Posten geschlossen wurde.

Zusätzlich reduzierten die Mitarbeitenden der Regionalpolizei die freien polizeilichen Tätigkeiten. Zu solchen gehören:

  • Nicht vorgeschriebene Kontrolltätigkeiten im Strassenverkehr (zum Beispiel Geschwindigkeits- oder Lärmkontrollen).
  • Kontrollen im Bereich des Arbeits- oder Ausländerrechts.
  • Kontrollen in Bezug auf Ruhe und Ordnung.

Bei der polizeilichen Begleitung von Anlässen oder Sportveranstaltungen wurden die Polizeikräfte bewusst auf ein vertretbares Minimum reduziert. Insgesamt wurden so während drei Monaten über 2120 Arbeitsstunden eingespart.

Laut Medienmitteilung konnten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei durch die Konzentration der Kräfte und die eingesparten Arbeitsstunden die ihnen zustehenden Ruhe- und Ferientage beziehen und teilweise sogar Überzeiten abbauen. Weiter gelang es den Mitarbeitenden, angestaute pendente Fälle abzuarbeiten und interne Ausbildungen zu besuchen.

Die Polizei teilt weiter mit, dass die Einsatzkräfte in allen dringenden Fällen trotzdem umgehend vor Ort waren und die Sicherheit im Kanton jederzeit garantiert war. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten zudem die vorhandenen digitalen Möglichkeiten genutzt und Anzeigen über den 24 Stunden geöffneten digitalen Polizeiposten suisse e-police eingereicht. (kapo/nat)