Zieht nun der Airport selbst vor Gericht?

Nicht nur der VCS will wegen des geplanten neuen Hangars C6, der auf etwas mehr als 5300 Quadratmetern Fläche acht bis zehn Kleinflugzeugen Platz bieten soll, vors Bundesverwaltungsgericht. Nein, auch der Airport überlegt sich laut CEO Daniel Steffen, diese Massnahme zu ergreifen.

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Kleinflugzeuge, wie sie während des WEF in Altenrhein standen, könnten im neuen Hangar Platz finden. (Bild: Michel Canonica)

Kleinflugzeuge, wie sie während des WEF in Altenrhein standen, könnten im neuen Hangar Platz finden. (Bild: Michel Canonica)

Nicht nur der VCS will wegen des geplanten neuen Hangars C6, der auf etwas mehr als 5300 Quadratmetern Fläche acht bis zehn Kleinflugzeugen Platz bieten soll, vors Bundesverwaltungsgericht. Nein, auch der Airport überlegt sich laut CEO Daniel Steffen, diese Massnahme zu ergreifen. Derzeit läuft eine eingehende juristische Prüfung der Situation, anlässlich derer Steffen den gestrigen Tag mit Sitzungen in Zürich verbrachte.

Auflagen ohne Hangar-Bezug

Grund für eine allfällige Beschwerde der Bauherrschaft vor Gericht ist eine lange Liste an Auflagen, die das Bazl an die Bewilligung für den neuen Hangar anfügte. «Es sind rund 50 Seiten. Viele der Auflagen davon haben nichts mit dem Hangar zu tun. Vorschriften zu Fassaden- und Dachgestaltung oder Brandschutz betreffen direkt das geplante Gebäude. Doch Gewässerschutz- und Entwässerungsmassnahmen sind davon nicht abhängig. Es scheint, als ob alles in einen Topf geworfen wurde und man dann noch kräftig geschüttelt hat», sagt Daniel Steffen. Den Grund für die vielen Auflagen sieht er nicht nur in den elf Einsprachen aus dem In- und Ausland, die das Bazl vor der Bewilligung prüfen musste. Eine wesentliche Rolle spielt für Steffen, dass der Hangar das erste Bauprojekt aus dem Masterplan ist, auf dem der vom VCS noch immer bemängelte Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) basiert.

Ziel einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht wäre also zu klären, welche Massnahmen in welchem Rahmen eingefordert werden können und ob es zulässig ist, Auflagen aus verschiedensten Bereichen an dieses eine Bauprojekt Hangar C6 anzubinden. Das Ergebnis der juristischen Überprüfung konnte Steffen bis Redaktionsschluss noch nicht mitteilen.

Raths: «Wir werden uns einig»

Fest steht indes, dass im Fall Hangar C6 wegen der Beschwerde des VCS ein Gerichtsentscheid nötig ist. Ob und welche Einsprecher sich noch dazugesellen, bleibt abzuwarten. Die Gemeinde Thal gehört allerdings, anders als von der Schweizer Depeschenagentur vermeldet, nicht dazu. «Wir wiesen in unserer Einsprache gegen den Hangar auf die Parkplatz-Problematik hin und forderten, dass die Entwässerung sichergestellt sein müsse. Das Gebiet ist diesbezüglich heikel. Doch werden wir uns einig. Wir ziehen den Fall nicht vor Gericht», stellt Gemeindepräsident Robert Raths klar. (cot)

Daniel Steffen Airport-CEO (Bild: rtl)

Daniel Steffen Airport-CEO (Bild: rtl)