«Wo ich getragen bin und fliegen lerne»

Die Schüler und Mitarbeiter des Sonderschulinternats Hemberg besuchten den Flughafen Altenrhein.

Meta Zähndler-Weber
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Die Schüler und Mitarbeiter des Sonderschulinternats Hemberg besuchten den Flughafen Altenrhein.

Zwei- bis dreimal pro Jahr findet im Sonderschulinternat Hemberg ein Begegnungstag statt, an dem sich alle Mitarbeiter sowie alle Schülerinnen und Schüler treffen, um gemeinsam zu einem Thema etwas zu unternehmen. Der letzte Begegnungstag stand ganz im Rahmen des Jahresmottos «Wo ich getragen bin und fliegen lerne».Nebst der Besichtigung des Fliegermuseums, hatten die Schüler die Möglichkeit, selber ins Cockpit zu sitzen. Dieser Ausflug soll den Schülern Motivation geben, ihre Zukunft selbständig zu bewältigen.

Als Einheit empfinden

Das Sonderschulinternat Hemberg bietet nicht nur dreissig Kindern und Jugendlichen ein Zuhause. Es ist auch Arbeitsplatz für Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufen. Vom Institutionsleiter über die Lehrpersonen, die Sozialpädagogen im Internat bis zu den Angestellten im Hausdienst haben alle mehr oder weniger viele Berührungspunkte mit den Schülern. Trotzdem ist es wichtig, dass alle sich als Einheit empfinden und die Zusammenarbeit und Vernetzung untereinander gut ist. Nebst vielen kleineren Anlässen zum Austausch gibt es zwei- bis dreimal pro Jahr einen Begegnungstag.

Alles wie ein grosser Flughafen

In der vergangenen Woche war es wieder so weit. Ganz dem Jahresmotto verpflichtet, wurde dieses Mal ein Ausflug organisiert. Ein Car brachte die grosse Schar vom Hemberg zum Flughafen Altenrhein. Dort besuchten wir das Fliegermuseum. Es war interessant zu hören und zu sehen, wie sich die Luftfahrt in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Neben vielen, immer noch flugtüchtigen Maschinen, gab es auch verschiedene ältere Flugmaschinen zu bestaunen. Höhepunkt der Führung war sicher die Möglichkeit, selber in einem Cockpit Platz zu nehmen und sich ganz wie ein Pilot zu fühlen – nicht nur die Kids haben da leuchtende Augen bekommen, sondern auch manch erwachsener Begleiter. Nach den Ausführungen im Museum gab es stilecht in Flugzeugsitzen einen Mittagslunch, so dass wir gestärkt zum Flugplatz wechseln konnten. Dort wurden wir vom Sicherheitschef persönlich über den Flughafen geführt. Der Flugplatz Altenrhein ist zwar viel kleiner als zum Beispiel Zürich oder Basel. Alle Abläufe und Sicherheitsmassnahmen sind aber genau gleich wie auf jedem grossen Flughafen. Sogar eine eigene Flughafenfeuerwehr gibt es in Altenrhein! Nach einer Rundfahrt über das Flughafengelände brachte uns der Passagierbus wieder zum Car.

Nun hat uns der Alltag im Hemberg wieder. Ein Alltag, den wir dazu nutzen wollen, einander zu unterstützen und zu tragen, dort wo es nötig ist. (pd)