Wirtewechsel
Thai-Curry statt Gyros: Der Herisauer «Tempel» ist wieder in asiatischer Hand

Die gebürtige Thailänderin Lee Wongpanya ist mit ihrem «Lee’s Thai im Tempel» in das geschichtsträchtige Lokal eingezogen. Zuvor war sie über zehn Jahre mit einem ähnlichen Betrieb in Uzwil tätig.

Karin Erni
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Lee Wongpanya beim Selbstbedienungsbuffet.

Lee Wongpanya beim Selbstbedienungsbuffet.

Bild: Karin Erni

Ab Samstag, 7. Januar, ist das Restaurant Tempel an der Buchenstrasse in Herisau wieder geöffnet. Das geschichtsträchtige Lokal übernommen hat die gebürtige Thailänderin Lee Wongpanya mit ihrem «Lee’s Thai im Tempel». Sie hat die letzten Jahre erfolgreich ein ähnliches Lokal in Uzwil geführt. «Leider wird das Gebäude dort bald abgebrochen und ich musste etwas Neues suchen», sagt Lee, wie sie von ihren Gästen der Einfachheit halber genannt wird. Sie lebt seit vielen Jahren in der Schweiz und spricht sehr gut Deutsch. «Über Facebook habe ich gesehen, dass der ‹Tempel› frei ist. Hier ist alles vorhanden, was ich brauche, und der Name passt auch.» Mit hübschen Tischdekorationen, zahlreichen Grünpflanzen und farbenfrohen Bildern aus Thailand hat sie dem Lokal mit den 40 Plätzen, das zuletzt ein griechischer Imbiss war, sein asiatisches Ambiente zurückgegeben.

Thai-Gerichte für jeden Geschmack

Das Kochen habe sie in ihrer Heimat gelernt, erzählt die Gastgeberin lächelnd. «Schon als Kind habe ich immer gerne bei der Essenszubereitung zugeschaut und mitgeholfen. Irgendwann habe ich es selber probiert. Weil es den Leuten geschmeckt hat, mache ich es bis heute so.» Wichtig ist ihr die Sauberkeit bei der Verarbeitung der Lebensmittel sowie die Qualität der Zutaten. Mit Ausnahme der typischen Thai-Gewürze und -Kräuter kauft sie die Lebensmittel möglichst in der Nähe ein. Im Sommer bezieht sie das Gemüse aus dem eigenen Garten. Beim Fisch gebe es bei ihr selten den asiatischen Pangasius, sondern eher europäischen Lachs, so Lee. Auch vegetarische Alternativen sind selbstverständlich erhältlich.

Mittags bietet sie ein «All you can eat»-Buffet mit mehreren warmen Gerichten sowie verschiedenen Salaten und einer heissen Suppe an. «Ein Curry ist immer scharf wie in Thailand, die anderen Speisen koche ich dem Schweizer Geschmack entsprechend eher mild», erklärt die Gastgeberin. Auch am Abend baut sie wieder ein Selbstbedienungsbuffet auf, dann aber mit anderen Gerichten. «Wenn für jemanden ausnahmsweise gar nichts Passendes dabei sein sollte, koche ich auch mal die gewünschte Alternative», erklärt Lee. Sie führt das Lokal im Alleingang. Zeitweise wird sie von Familienmitgliedern im Service unterstützt.

Die gebürtige Thailänderin Lee Wongpanya bringt mit dem Lokal ein bisschen Ferienstimmung in den hiesigen Alltag.

Die gebürtige Thailänderin Lee Wongpanya bringt mit dem Lokal ein bisschen Ferienstimmung in den hiesigen Alltag.

Bild: Karin Erni

Öffnungszeiten sind noch nicht fix

Gegen den Durst stehen verschiedene Thai-Biere zur Auswahl. Aber auch lokale Brauereien werden beim Angebot berücksichtigt. Für Weinliebhaber steht je eine Sorte Rot- und Weisswein zur Verfügung. Auch alkoholfreie Getränke wie ein Thai-Eistee sind erhältlich.

Die genauen Öffnungszeiten ihres Restaurants will Lee Wongpanya noch herausfinden. «Am Anfang habe ich unter der Woche auch abends offen. Ich will schauen, wie das Geschäft in Herisau anläuft.» Eines aber ist bereits sicher: Am Dienstag ist ihr fester Ruhetag.

Tag der offenen Tür

Samstag, 7. Januar, von 12 bis 21 Uhr