Wichtige Standortbestimmung

Am Wochenende testen die Schweizer U19-Unihockeyaner mit zwei einheimischen Spielern im Sportzentrum Herisau dreimal gegen den tschechischen Nachwuchs. Lokaler Organisator ist der UHC Waldkirch-St. Gallen.

Lukas Pfiffner
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Der Herisauer Dominik Alder (kniend) an der Euro Floorball Tour in Pilsen. (Bild: pd/Martin Flousek)

Der Herisauer Dominik Alder (kniend) an der Euro Floorball Tour in Pilsen. (Bild: pd/Martin Flousek)

UNIHOCKEY. Vor zwei Jahren war die Schweizer U19-Nationalmannschaft der Männer für drei Länderspiele in Tschechien zu Gast, nun kommt Tschechien für drei Vergleiche in die Schweiz. Am Freitag (20 Uhr), Samstag (18 Uhr) und Sonntag (12 Uhr) treffen die beiden Auswahlen im Sportzentrum Herisau aufeinander. Zwei Spieler können in ihrer Heimat antreten: Verteidiger Stefan Schiess aus Waldstatt und Center Dominik Alder aus Herisau (beide im UHC Herisau gross geworden, heute im Nachwuchs des UHC Waldkirch-St. Gallen aktiv) gehören dem Aufgebot von Cheftrainer Simon Meier an. Die Schweizer haben sich am letzten Wochenende in Willisau vorbereitet. Fernziel des Teams ist die U19-Weltmeisterschaft im Frühling 2017 in Växjö (Schweden). «Die drei Testspiele sind eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg dorthin», äussert sich Remo Manser, Verantwortlicher Auswahlen.

«Sichtbar machen»

Waldkirch-St. Gallen (WaSa) ist lokaler Organisator der Partien und damit unter anderem für die Helferinnen und Helfer sowie die Festwirtschaft verantwortlich. «Wir sind sehr dankbar, dass wir den Zuschlag für die Austragung dieser Spiele erhalten haben. Sie sind eine Chance, die Unihockey-Region Ostschweiz noch stärker sichtbar zu machen», sagt WaSa-Präsident Joe P. Stöckli. Warum führt man die Länderspiele in Herisau durch? «Die Halle Bünt in Waldkirch entspricht nicht den Normen des internationalen Unihockeyverbandes», erklärt Stöckli. «In St. Gallen sind keine Hallen frei: An zwei Standorten erfolgen Umbauten; die Kreuzbleiche ist durch Handballspiele belegt, das Athletik Zentrum durch Leichtathletik-Trainings.» Auf Empfehlung des Sportamtes St. Gallen wurde im Herbst das Sportzentrum angefragt. «Die dortige Infrastruktur ist optimal für einen solchen Anlass, und WaSa hat mit der Damen-WM 2011 Erfahrung in der Organisation internationaler Events», sagt Simon Stettler, verantwortlicher Projektleiter bei Swiss Unihockey.

Spezialbelag verlegt

Am Wochenende sind nach Auskunft von Isabelle Angehrn, Bereichsleiterin Marketing und Verkauf im Sportzentrum und Vizepräsidentin von WaSa, rund 80 Funktionäre im Einsatz. «Aufwendig ist vor allem das Verlegen des Spezialbodens.» Diese rund zweistündige Arbeit werden die U21- und die 3.-Liga-Mannschaften von WaSa heute abend erledigen. Auf dem Belag sind nur Unihockey-Markierungslinien und Sponsoren-Schriftzüge des Schweizerischen Verbandes aufgedruckt.

Die Ankunft des tschechischen Teams war in der Nacht auf heute Donnerstag vorgesehen; es wird in der Zivilschutzunterkunft Bleiche logieren. Die Schweizer übernachten in der Chälblihalle. Beide Delegationen (zusammen rund 60 Personen) werden sämtliche Mahlzeiten im Sportzentrum einnehmen. Die Tschechen absolvieren am Donnerstag, Freitag und Samstag je zwei Trainings, die Schweizer am Freitag zwei und am Samstag eines.

Werbung machen

«Es wäre schön, wenn wir am Wochenende ein paar hundert Zuschauer begrüssen dürften», sagt Isabelle Angehrn. «Trainingslager der Sparte Unihockey finden bei uns zahlreich statt, internationale Spiele oder Turniere bisher aber noch kaum.» Sie freue sich, dass die Gemeinde und das Sportzentrum Werbung für sich machen können. WaSa bewirbt sich um die Durchführung der U19-WM 2018 der Damen. Man möchte die Region einbeziehen; die Vereine in der Nachbarschaft werden nächstens zur Orientierung eingeladen. «Als Zweit-Spielort neben St. Gallen könnte das Sportzentrum in Frage kommen.»