Wenn Kleine Grosse schlagen

Die Meisterschaft 2016/17 ist noch im Anfangsstadium. Nach zwei Runden zeichnen sich aber erste Konturen ab. Leider können die Toggenburger nicht in allen Ligen an der Spitze mithalten.

Beat Lanzendorfer
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Kirchberg, am Ball Claudio Grauso, ist nach dem guten Saisonstart im Hoch und möchte den Schwung beim punktgleichen Eschenbach beibehalten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Kirchberg, am Ball Claudio Grauso, ist nach dem guten Saisonstart im Hoch und möchte den Schwung beim punktgleichen Eschenbach beibehalten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Kommt es in der 2. Liga erneut zum Zweikampf an der Spitze? Nach dem zweiten Spieltag sind nur noch Amriswil und Bazenheid verlustpunktfrei. Der Grund, weshalb die Alttoggenburger auf dem Thron sitzen, ist doch überraschend: Sie schneiden in der Fairnesswertung besser ab. Noch ist es verfrüht, Rückschlüsse zu ziehen, aber das Bemühen um diszipliniertes Auftreten ist offensichtlich. Dies soll nach dem dritten Spieltag so bleiben, auch wenn der Stefanachi-Elf ein heisser Tanz bevorsteht. Tobel – Bazenheid ist zwar das Duell Letzter gegen Erster, dem sollte aber keine Beachtung geschenkt worden. Vor einem Jahr waren die Voraussetzungen in etwa dieselben. Herausgekommen ist ein 1:0-Erfolg des Aussenseiters. Wie schmerzhaft unnötige Punktverluste sind, hat der Leader in der Vergangenheit zu spüren bekommen. So gesehen müsste der Patient geheilt sein. Als weitere Warnung ist die jüngste Niederlage keinen Monat alt. Den Final des Bazenheider Cups gewann Tobel im Elfmeterschiessen, nachdem die Thurgauer den Einheimischen nach regulärer Spielzeit ein 3:3 abgerungen hatten. Interessant werden auch die Verfolgerduelle Arbon – Amriswil und Calcio Kreuzlingen – Uzwil 2. Möglich, dass sich das Spitzenduo schon am dritten Spieltag von der Konkurrenz absetzt.

3. Liga, Gruppe 4

Wer gesehen hat, mit welcher Entschlossenheit Bütschwil auf den Rückstand im Cup gegen Besa SG reagiert hat, blickt gelassen in die Zukunft. Es ist eine Frage der Zeit, bis die Gerig-Boys auch in der Meisterschaft die Ernte einfahren. Am Sonntagmorgen will man auf dem Buechenwald in Gossau den ersten Saisonsieg realisieren.

Das Feiern hat Kirchberg nach dem 5:2 gegen Netstal schon hinter sich. Hält die Leber-Elf auch dem Eschenbacher Druck stand, darf sie den Blick, zumindest vorerst, nach vorne richten. In Wattwil hat der Rücktritt von Goalgetter Roli Huber doch grössere Spuren hinterlassen. Ein Tor aus zwei Spielen ist nicht das, was sich die Fans aus der Vergangenheit gewohnt sind. Im zweiten Heimspiel der Saison kommt mit Aadorf ein Team auf die Grüenau, das mit vier Punkten einen guten Start hingelegt hat. Obwohl es zum Vergleich der Nachbarn kommt, dürfte Absteiger und Leader Wängi seinen Siegeszug in Eschlikon fortsetzen.

4. Liga, Gruppe 8

Der August war der Monat der Neckertaler. Zur Startbilanz von sechs Punkten, Torverhältnis 10:3, gesellt sich der sensationelle Cup-Erfolg am Dienstag gegen Zweitligist Steinach hinzu. Der Optimismus kennt im Tal zurzeit keine Grenzen. Zur Vorsicht mahnt allerdings Trainer Florentino Martinez: «Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Das Spiel am Samstag in Bronschhofen wird kein Selbstläufer.» Wattwil Bunt 2b, das zuletzt drei Zähler gegen Rickenbach holte, bekommt in der Elfergruppe eine kurze Verschnaufpause.

Die Obertoggenburger zeigten bisher zwei Gesichter. Daraus resultierten drei Punkte. Auch sie erhalten in der Elfergruppe ein freies Wochenende. Weiter geht es am 10. September mit einem Heimspiel gegen Uzwil 3b.

Frauen, 1. und 2. Liga

Es ist an der Zeit, dass Neckertal-Bütschwil (1.) und Ebnat-Kappel (2.) mit dem Sammeln von Punkten beginnen. Der Blick auf die Tabelle bereitet keine Freude. Hinter einer möglichen Genesung steht aber ein dickes Fragezeichen.

Die Frauen der Gruppierung Neckertal-Degersheim gastieren bei Spitzenreiter Staad 2, der bisher zwei überzeugende Vorstellungen abgeliefert hat.

Weil Ebnat-Kappel erst am 11. September im Heimspiel gegen Appenzell wieder in die Hosen muss, droht der Absturz auf den letzten Tabellenplatz.