Weiterhin 13 Feiertage im Kanton

APPENZELL. Der öffentliche Aufschrei war gross, als Grossrat Ruedi Eberle (Gonten) in der Session vom 9. Februar des letzten Jahres von der Standeskommission eine Überprüfung der Feiertagsregelung im Kanton verlangte.

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APPENZELL. Der öffentliche Aufschrei war gross, als Grossrat Ruedi Eberle (Gonten) in der Session vom 9. Februar des letzten Jahres von der Standeskommission eine Überprüfung der Feiertagsregelung im Kanton verlangte. Er sorgte sich, dass die 13 Feiertage im Kanton die lokale Wirtschaft benachteiligen würden. Gestern wurde der Bericht der Standeskommission diskutiert, wobei diese den Antrag stellte, auf eine Änderung der Feiertagsregelung zu verzichten. Die genannten Gründe im Bericht leuchteten auch Ruedi Eberle ein, wie dieser vor dem Rat ausführte.

Der Bericht zeigt, dass vier Kantone in der Schweiz insgesamt einen Feiertag mehr haben als Appenzell Innerrhoden. Auch im benachbarten Ausland seien es mehr Feiertage, und dies ohne erkennbaren wirtschaftlichen Nachteil. Vier der zwölf Feiertage in Innerrhoden seien zudem ausschliesslich lokale Feiertage, die als normale Werktage gelten, solange sie nicht auf einen Sonntag fielen. Sie unterliegen jedoch den Regeln des Ruhetagsgesetzes. Diese Feiertage würden meist von den Angestellten kompensiert werden oder die Stunden würden nicht entschädigt. Folglich gehe kein wirtschaftlicher Nachteil davon aus. Abzüglich dieser vier Tage habe der Kanton nur acht, den Sonntagen gleichgestellte Feiertage. Nur zwei Kantone haben weniger.

Ruedi Eberle ging bei der Diskussion zum Bericht noch einmal auf die lokalen Feiertage ein. Er sagte, er habe nicht gewusst, dass es unter gewissen Bedingungen möglich sei, an diesen Tagen die Angestellten arbeiten zu lassen, was für die Industrie sehr nützlich sei. Landesfähnrich Martin Bürki wies darauf hin, dass dafür aber eine Sonderbewilligung nötig sei. Diese könne einer Weberei, jedoch nicht einer Baufirma gegeben werden, da die Ruhe der Kirchenmesse nicht gestört werden dürfe. Grossrat Sepp Fässler fragte darauf den Säckelmeister Thomas Rechsteiner, ob die Kantonsangestellten an diesen vier Feiertagen den vollen Lohn erhalten würden. Rechsteiner bejahte. (cg)