WATTWIL: Von Buxtehude bis Bösch auf der Orgel

Die gebürtige Toggenburgerin und Konzertorganistin Maja Bösch-Schildknecht spielt am kommenden Sonntag, 21. Februar, um 17.30 Uhr in der reformierten Kirche Wattwil das zweite Konzert der Reihe «O-Ton». Sie gibt jährlich mehrere Orgelkonzerte.

Drucken
Maja Bösch-Schildknecht Aus dem Toggenburg stammende Konzertorganistin. (Bild: pd)

Maja Bösch-Schildknecht Aus dem Toggenburg stammende Konzertorganistin. (Bild: pd)

WATTWIL. Auf dem Programm der Konzertorganistin Maja Bösch-Schildknecht stehen Musik der Barockzeit sowie Eigenkompositionen. Die Orgelwerke von Maja Bösch, welche eher dem volkstümlichen Genre zuzuordnen sind, tragen Namen wie «Über Stock und Stein», «Drehleier» oder «In dir ist Freude».

Die Orgel tanzen lassen

Die Stücke sind unterhaltsam und lassen die Orgel tanzen. Als Kontrast zu den Tänzen und Zäuerli erklingen von einigen Barockkomponisten Canzonen. Seit dem 14. Jahrhundert war Canzone die Bezeichnung für mehrstimmige weltliche Gesänge und somit das italienische Gegenstück zum französischen Chanson. Von der eher einfachen Canzona alla napolitana oder Canzona villanesca wurde im 16. Jahrhundert die kunstvollere Canzone alla francese unterschieden.

Diese Musikform erlangte dann in der Übertragung für Orgel oder Instrumentalensemble als Canzon da sonar eine wichtige Bedeutung für die Entstehung der selbständigen Instrumentalmusik. Seit dem 18. Jahrhundert bezeichnet der Begriff Canzone überwiegend ein vokales oder instrumentales lyrisches Musikstück. Maja Bösch (1978*) wuchs in Lichtensteig auf. Nach ihrer Ausbildung als Primarlehrerin war sie während mehrerer Jahre in Chur als Organistin an der Kathedrale und Chorleiterin tätig. Während dieser Zeit studierte sie Orgel (Lehrdiplom) und Chorleitung.

Erster Band der Orgeltänze

Maja Bösch vervollständigte ihre Studien am Konservatorium in Lausanne bei Kei Koito und schloss 2010 das Konzertdiplom ab. 2006 veröffentlichte sie den ersten Band der 12 Orgeltänze, danach folgte 2013 der zweite Band und schliesslich im Jahre 2014 die Psalmvertonungen. Mit der Geburt des ersten ihrer drei Mädchen folgte die Rückkehr nach St. Gallen. Zurzeit ist sie Hauptorganistin der Kirchen St. Maria Neudorf und Rotmonten St. Gallen. Neben Orgeldiensten in der Pfarrei bietet sie verschiedene Chorprojekte an und leitet das Kantorenensemble. Maja Bösch ist musikalische Leiterin des Vereins «Freunde der Orgel» St. Maria Neudorf. Ausserdem gibt sie jährlich mehrere Orgelkonzerte.

Zweites Konzert der Reihe «O-Ton» am kommenden Sonntag in der reformierten Kirche Wattwil.