Vorschläge für das Spital Heiden

Den beiden kantonale Spitälern Herisau und Heiden geht es im Moment nicht sehr gut. Also müssen wir gemeinsam nach einer Lösung suchen. Die Geburtenabteilung des Spitals Heiden ist ausserordentlich beliebt und mit rund 600 Geburten pro Jahr sehr gut belegt.

Betty Meier-Léchot, 9405 Wienacht-Tobel
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Den beiden kantonale Spitälern Herisau und Heiden geht es im Moment nicht sehr gut. Also müssen wir gemeinsam nach einer Lösung suchen. Die Geburtenabteilung des Spitals Heiden ist ausserordentlich beliebt und mit rund 600 Geburten pro Jahr sehr gut belegt. Bei Komplikationen wie Kaiserschnitt oder manuelle Plazentalösung braucht es eine Chirurgie, mit dem ganzen Drum und Dran wie Pikettdienst, Narkosearzt, OP-Schwester, Hebamme, Kinderkrankenschwester, Labor etc. Heiden bietet dies alles an und deshalb die Frage: Warum muss man die Chirurgie in die Hirslandenklinik verlegen? Allein schon der Gedanke, dass eine Gebärende, wenn es Komplikationen gibt, in eine orthopädische Klinik verlegt werden muss ist, nicht gerade motivierend.

Jetzt zum Thema Chirurgie: Das Spital Heiden sollte eine gute Grundversorgung anbieten. Für die grossen chirurgischen Eingriffe sollte man die Patienten zur Operation nach Herisau schicken – und nach dem ersten Tag wieder nach Heiden zurücknehmen. Heiden hat ausgezeichnetes Pflegepersonal und die Patienten würden es sicher schätzen, in ihrer gewohnten Umgebung wieder gesund werden zu können.

Beim Thema Orthopädie sieht es etwas anders aus: Es ist bekannt, dass es viele leere Orthopädiebetten gibt. Mein Vorschlag wäre, die Orthopädie ins Spital Herisau auszulagern, die Patienten aber nach gelungener Operation wieder nach Heiden zurückzunehmen. Hier ist von der kompetenten Pflege bis zur Physiotherapie alles vorhanden. Auch die Patienten wären zufrieden, denn es bedeutet ihnen viel, auch bei einem Spitalaufenthalt in der Nähe von Familie und Freunden zu sein.

Mit diesem Vorschlag wäre beiden kantonalen Spitälern geholfen. Herisau hätte mehr Operationen, Heiden keine kalten Betten – und so könnten auch die Arbeitsplätze gesichert werden.