Vorderländer mit zu vielen Schwächephasen

In der 1. Liga hat die BSG Vorderland auch das zweite Saisonspiel verloren.

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Die Herisauer schafften es nicht, die vielen Chancen in Tore umzumünzen. Im Bild Serafin Thalmann. (Bild: PD)

Die Herisauer schafften es nicht, die vielen Chancen in Tore umzumünzen. Im Bild Serafin Thalmann. (Bild: PD)

Die BSG Vorderland gastierte beim SC Frauenfeld. Die Vorderländer starteten offensiv gut in die Partie. Die Aufbauspieler nutzten den vorhandenen Raum und kamen durch 1:1-Situationen zu Toren. In der Verteidigung war man aber nicht von Beginn weg auf Höhe der Aufgabe, die ersten drei von vier Toren kassierte man nach Unkonzentriertheiten über die Flügel. Danach stand man stabiler und der Spielstand gestaltete sich ausgeglichen.

Mit der ersten Zeitstrafe gegen Vorderland nach einer Viertelstunde konnte sich Frauenfeld leicht absetzen. Diesen Vorsprung verteidigte die Heimmannschaft bis zur Halbzeitpause geschickt, auch weil sich die Appenzeller weitere 2-Minuten-Strafen einhandelten und dadurch nicht in der Lage waren, den Rückstand aufzuholen. Es war klar, dass man in der zweiten Hälfte disziplinierter verteidigen musste, um weniger Strafen zu bekommen.

Nach Wiederanpfiff gerieten die Vorderländer allerdings erneut unter Druck. Auf den ersten Gegentreffer konnte man noch reagieren, danach gelang während 15 Minuten nur noch ein Treffer und man musste die Gastgeber ziehen lassen. Die BSG trat im Angriff zunehmend ideenlos auf und hatte grosse Mühe, den nötigen Druck aufzubauen. Vieles lief über den Rückraum, da die Flügelspieler von den Frauenfeldern geschickt aus dem Spiel genommen wurden.

Auch in der Verteidigung wurden kaum Bälle erobert, weshalb die Vorderländer ihre Stärke, das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive, nie richtig ausspielen konnten. Bezeichnenderweise konnte man erst nach 50 Minuten den ersten und einzigen Tempogegenstoss der Partie laufen. Nach dem Spiel sind bei der BSG mehrere Baustellen auszumachen, sowohl in der Verteidigung wie auch im Angriff. Über weite Strecken konnte man mit dem Gegner mithalten. Es fehlt noch an Konstanz im Vorderländer Spiel, denn Schwächephasen werden auf 1.-Liga-Niveau schnell knallhart bestraft. In zwei Wochen folgt das nächste Auswärtsspiel in St. Gallen gegen den SV Fides. (mkü)

BSG Vorderland: N. Fejzaj und J. Kappenthuler im Tor sowie C. Bernet (3), M. Küng, M. Mucha (2), C. Naef (2), L. Povataj (3), P. Schulz, L. Rothenberger, D. Schwinn (1), R. Schwinn (8), Remo Wild und Roger Wild.