Viele Wechsel in Gemeinderäten

Am 3. April stehen in mehreren Ausserrhoder Gemeinden Ergänzungswahlen an. Zahlreiche Gemeinde- und Kantonsräte haben ihren Rücktritt eingereicht. Am meisten Vakanzen sind in Teufen zu besetzen.

Jesko Calderara
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In Teufen treten vier Mitglieder des Gemeinderates auf Ende des Amtsjahres 2016 zurück. Sie sollen am 3. April ersetzt werden. (Bild: Urs Bucher und Benjamin Manser)

In Teufen treten vier Mitglieder des Gemeinderates auf Ende des Amtsjahres 2016 zurück. Sie sollen am 3. April ersetzt werden. (Bild: Urs Bucher und Benjamin Manser)

AUSSERRHODEN. Die Fluktuation in den kommunalen und kantonalen Ämtern ist hoch. Knapp ein Jahr nach den letztjährigen Gesamterneuerungswahlen liegen in mehreren Ausserrhoder Gemeinden insgesamt 14 Rücktritte aus dem Gemeinde- und Kantonsrat vor. Dies zeigt eine Übersicht der Appenzeller Zeitung. Gemäss dem kantonalen Gesetz über die politischen Rechte ist die Rücktrittsfrist Ende November abgelaufen. Besonders viele personelle Wechsel stehen in Teufen an. Im Zuge der Entschädigungsaffäre traten die Gemeinderäte Martin Ruff, Daniele Schiro, Oliver Hofmann und Susanne Lindemann aus dem neunköpfigen Gremium zurück. Ende Januar haben sich an einem Podium mit Katja Diethelm Bruhin, Beat Flammer, Bernd Geldmacher, Bruno Schläpfer, Pascale Sigg-Bischof, Marco Sütterle und Bea Weiler gleich sieben Kandidierende dem Publikum vorgestellt. Änderungen stehen auch in der GPK Teufen an. Markus Rothmund, Beat Bachmann und Christian Ehrbar hören auf. Für das GPK-Amt stellen sich Yannick Frauenknecht, Matthias Kuratli und Beat Ringer zur Verfügung.

Zwei Kandidaturen in Bühler

Bereits seit einiger Zeit sind in Bühler zwei Gemeinderatssitze nicht besetzt, nachdem Robert Heinrich und Sandra Rechsteiner auf die Gesamterneuerungswahlen 2015 hin zurücktraten. Unterdessen konnten für die vakanten Sitze Kandidierende gefunden werden. Bis jetzt bekannt ist, dass bei den Ergänzungswahlen am 3. April Manuela Koller-Heim und Urs Freund ins Rennen steigen werden. Einige Wechsel bei kommunalen und kantonalen Ämtern stehen im Hinterland an – beispielsweise in Herisau. Nationalrat David Zuberbühler will sich künftig auf seine Arbeit in Bern konzentrieren und tritt deshalb auf Ende Amtsjahr 2016 aus dem Kantonsrat zurück. Sein Nachfolger ist bereits bekannt: Es ist SVP-Einwohnerrat Ralf Menet. In Hundwil wiederum scheidet Hansjakob Meier, der 2012 ins Amt gewählt wurde, aus dem Gemeinderat aus. Kandidaturen liegen bis heute noch keine vor. Ergänzungswahlen sind am 3. April auch in Schwellbrunn angesetzt. Mit Karlheinz Diethelm und Janine Wehrlin haben gleich zwei Gemeinderatsmitglieder ihren Rücktritt eingereicht. Für die Nachfolge kandidieren Stephan Lüchinger und Markus Schmidli. Ein neuer Gemeinderat oder eine Gemeinderätin wird auch in Stein gesucht. Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen hört Hans-Peter Ulli per Ende Mai auf. Wer ihn ersetzen wird, ist noch offen. Das gilt genau so für den angekündigten Rücktritt im Gemeinderat Waldstatt. Dort hat Hansruedi Keller demissioniert. In Urnäsch treten per Ende Mai die Gemeinderätinnen Trudi Tobler und Doris Brunner zurück. Über allfällige Kandidaturen ist noch nichts bekannt.

Gemeindepräsident gesucht

Neue Mandatsträger werden auch in einigen Vorderländer Gemeinden gesucht. So muss der Rechtobler Gemeindepräsident ersetzt werden, nachdem der langjährige Amtsinhaber Ueli Graf seine Demission eingereicht hat. Noch haben öffentlich keine potenzielle Nachfolger ihr Interesse angemeldet. Nicht mehr weitermachen will auch Gemeinderat Philipp Jenny. Somit werden in Rehetobel zwei Gemeinderatssitze und das Gemeindepräsidium vakant. Seinen Rücktritt erklärt hat zudem FDP-Kantonsrat Rolf Sturzenegger.

Keine Vakanzen gibt es in den Mittelländer Gemeinden Speicher, Trogen und Gais. Im Hinterland müssen Anfang April die Stimmbürger in Schönengrund nicht an die Urne. Alle bisherigen Gemeinderäte und Kantonsräte bleiben ferner in den Vorderländer Ortschaften Heiden, Reute, Grub, Wald, Wolfhalden und Walzenhausen im Amt. In der letztgenannten Gemeinde müssen allerdings gleich vier der fünf GPK-Mitglieder ersetzt werden.