Verzicht auf Problempflanzen

RORSCHACH. Obwohl die Stadt Rorschach dicht besiedelt ist, verfügt sie über viele Grünflächen mit Strauchwerk und Bäumen, dies vor allem entlang des Seeufers und in Parks. Die Vielfalt an Strauch- und Baumarten ist aber eher bescheiden.

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RORSCHACH. Obwohl die Stadt Rorschach dicht besiedelt ist, verfügt sie über viele Grünflächen mit Strauchwerk und Bäumen, dies vor allem entlang des Seeufers und in Parks. Die Vielfalt an Strauch- und Baumarten ist aber eher bescheiden. Empfehlungen des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) für den Umgang mit Neophyten, also gebietsfremden Pflanzenarten, scheinen dabei nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, denn auf städtischem Gebiet werden nach wie vor Sträucher gepflanzt, die das Bafu wegen derer invasiven Eigenschaften (aggressive Ausbreitung) auf die schwarze Liste gesetzt hat. Eine davon ist die Mahonie. Auch der in der Region beliebte Kirschlorbeer steht auf der Bafu-Liste.

Laut Auskunft von Stadtschreiber Bruno Seelos ist der Stadtrat Rorschach durchaus gewillt, mit gutem Beispiel voranzugehen. Nach Einschätzung von Stadtgärtner Walter Moser sei die Mahonie aber nicht auffallend invasiv. Die Stadtgärtnerei wurde nun aber angewiesen, in Zukunft die Empfehlungen des Bafu zu berücksichtigen. Der Stadtschreiber weist aber zu Recht darauf hin, dass Pflanzen, die auf der Bafu-Liste stehen, nach wie vor verkauft werden: Hier sei der Hebel anzusetzen. (rtl)