Veranstaltung
Letztes Konzert der diesjährigen «Série Jeunes»: Christian Staub spielt Beethoven und Rachmaninow

Im dritten Konzert der neu lancierten «Série Jeunes» stellt sich am Sonntag, 20. November, 11 Uhr, der junge Schweizer Pianist Christian Staub mit Klavierwerken von Beethoven und Rachmaninow in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell vor.

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Bereits mehrfach ausgezeichnet: der 19-jährige Winterthurer Pianist Christian Staub.

Bereits mehrfach ausgezeichnet: der 19-jährige Winterthurer Pianist Christian Staub.

Bild: PD

Der 19-jährige Winterthurer Pianist Christian Staub studiert momentan an der Zürcher Hochschule der Künste in der Klasse von Konstantin Scherbakov. Er hat gemäss Medienmitteilung bereits verschiedene Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen, so unter anderem einen ersten Preis am Internationalen Wettbewerb Premio Crescendo in Firenze und einen weiteren ersten Preis am Internationalen Wettbewerb in Treviso. Als Solist mit Orchester debütierte er im Juni 2021 in Rachmaninows zweiten Klavierkonzert mit der Zürcher Kammerphilharmonie unter der Leitung von Dominic Limburg.

In seiner Matinee in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell spielt Christian Staub zu Beginn von Ludwig van Beethoven die Klaviersonate c-Moll op. 13, die 1799 unter dem Titel «Grande Sonate Pathétique» im Druck erschien. «Gewaltig, mächtig und ergreifend trat Beethoven als Klavierkomponist auf», so berichtete das «Wiener Journal für Theater, Musik und Mode». Den jungen Beethoven am Pianoforte zu erleben, muss für das Wiener Publikum um 1800 ein Schock gewesen sein, und gerade auch die «Pathétique» zeugt von der Leidenschaft und Kompromisslosigkeit, mit der Beethoven die eigene Klaviertechnik und die überkommene klassische Form der Klaviersonate bis an ihre Grenzen auslotete – und darüber hinaus.

Ergreifende Klänge und das grosse Finale

Der äussersten Konzentration von Beethovens Stil stehen Sergei Rachmaninows «Moments musicaux» op. 16 gegenüber, in denen der erst 23-jährige Komponist einen bedeutenden Schritt hin zu seiner eigenen Tonsprache vollzog. Die Musik vermittelt eine ungeheure Weite, die Entwicklungen sind ausgedehnter und monumentaler. Chopin ist dabei der offensichtlichste Lehrmeister – der Einfluss der Nocturnes wird im ersten und fünften und derjenige der Etüden im zweiten, vierten und sechsten Stück spürbar. Das dritte «Moment musical» ist das bekannteste und auch das ungewöhnlichste Stück dieser Sammlung. Die Andeutung eines Trauermarsches, der mit dem Dies-irae-Motiv unterlegt ist, bildet kühne und ergreifende Klänge. Die Sammlung schliesst mit dem grossen Finale, eine majestätisch-heroische Nummer, die bereits Rachmaninows kühnen Klavierstil seiner Solokonzerte vorwegnimmt.

Vorstellung Jahresprogramm

Vor der Matinee sind die Kunsthalle Ziegelhütte und das Kunstcafé ab 10 Uhr geöffnet. Im Anschluss an die Matinee sind die Abonnentinnen und Abonnenten an den Apéro riche und die Präsentation des neuen Jahresprogramms 2023 eingeladen. (pd)

Reservationen in der Kunsthalle Ziegelhütte unter Telefon 071 788 18 60, per E-Mail info@kunsthalleziegelhuette.ch oder auf der Website h-gebertka.ch.