Urnäsch soll sich an Abonnement beteiligen

Das Anliegen ist nicht neu, doch kürzlich hat es der Urnäscher Gemeindepräsident Stefan Frischknecht mit einer Petition beim Tarifverbund Ostwind wieder neu deponiert.

Drucken

Das Anliegen ist nicht neu, doch kürzlich hat es der Urnäscher Gemeindepräsident Stefan Frischknecht mit einer Petition beim Tarifverbund Ostwind wieder neu deponiert. Innert Wochenfrist hatten sie 600 Urnäscherinnen und Urnäscher unterschrieben, um zu erreichen, dass Ostwind die Tarifzonen anpasst. Seit Jahren, so moniert Frischknecht, müssten die Urnäscher für ein Jahresabonnement nach St. Gallen 1584 Franken berappen, während es vom nur sechs Streckenkilometer näher an St. Gallen liegenden Waldstatt nur 972 Franken koste.

Erster Vorschlag abgelehnt

«Wir haben den Fall im Tarifverbundrat diskutiert», sagte Ostwind-Geschäftsführer Werner Thurnheer gestern auf Anfrage. «Ein ersten Vorschlag haben wir dem Gemeindepräsidenten bereits mündlich unterbreitet.» Grundsätzlich gelte: Wenn Urnäsch sich finanziell an einer neuen Lösung beteilige, sei Ostwind flexibel. Dieser erste Vorschlag sei von Frischknecht aber abgelehnt worden.

«Kein Systemfehler»

Weitere Vorschläge lägen auf dem Tisch: Nun liege der Ball wieder bei Urnäsch, sagt Thurnheer. «Der Fall ist kein Systemfehler – der heutige Preis aus Ostwind-Sicht ist gerechtfertigt.» Müssten die Urnäscher den vollen Preis der Appenzeller Bahnen vor der Tarifverbundlösung bezahlen, käme die Fahrt viel teurer als heute.

Für Ostwind sei es generell schwierig, «eine Speziallösung zu finden, die nur den Urnäschern entgegenkommt», ohne dass auch die Transitreisenden davon profitierten beziehungsweise Einnahmenausfälle entstünden. (cz)