Überrascht vom Blindsein

Primarschule Bazenheid

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Was es heisst, keine Sehkraft mehr zu haben, das erfuhren kürzlich Schülerinnen und Schüler aus der Primarschule Bazenheid. (Bild: PD)

Was es heisst, keine Sehkraft mehr zu haben, das erfuhren kürzlich Schülerinnen und Schüler aus der Primarschule Bazenheid. (Bild: PD)

In Bazenheid haben sich zehn Primarklassen durch das Mobil der CBM Christoffel Blinden­mission gewagt. Mit Brille, welche Erblindung simuliert, erkundeten sie einen unbekannten Gang.

«Es war ein tolles Erlebnis», waren sich die Kinder einig, «faszinierend und atemberaubend.» Einzig mittels Tasten und Horchen erkundeten sie den Gang im Mobil. Die ersten Schritte waren sehr ungewohnt, «ein unsicheres und eigenartiges Gefühl». «Doch schnell wurde es immer einfacher und vertrauter», staunten sie. «Bei uns in der Schweiz erhalten blinde Menschen ein umfassendes Training», so der Mobilverantwortliche Beat Schneider.

Das Leben lässt sich dann sehr selbstständig bestreiten und geniessen. Nach ihren Erfahrungen im CBM-Mobil betonten die Kinder: «Ich habe grossen Respekt vor blinden Menschen.» ­Anders ist die Lage von blinden Personen in den Entwicklungs­gebieten, ergänzte Beat Schneider. Dort müssen sie meist ausgegrenzt und abhängig leben. Jeder zweite Blinde hat grauen Star, trüb gewordene Linsen. Die weltweit häufigste Operation könnte ihnen die Sehkraft zurückbringen. Dies sowie die Förderung blinder Menschen ermöglicht die CBM. (pd)