Traumhafter geht es kaum mehr

Blauer Himmel, ideale Temperaturen, Breitensportatmosphäre, Natur pur auf 91 Kilometern, über 600 zufriedene Bikerinnen und Biker: Alpsteinbike verteidigt seinen hohen Stellenwert in der Szene.

Urs Huwyler
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Alpsteinbike ist auch bekannt durch seine besondere Atmosphäre und die verschiedenen Stimmungen. (Bild: Urs Huwyler)

Alpsteinbike ist auch bekannt durch seine besondere Atmosphäre und die verschiedenen Stimmungen. (Bild: Urs Huwyler)

«Es war chaibe schön, einfach traumhaft», fasste Michael Albasini die Eindrücke nach der Premiere bei Alpsteinbike.ch zusammen. Gemeinsam mit dem bikenden Ex-Weltmeister Ralph Näf war der Radprofi frühmorgens vom Checkpoint Rüthi aus gestartet. Friedlich sei es, für einmal ohne Zeitdruck bei derart idealen Bedingungen mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein, genoss Marc Buchmann, Marathonläufer und Hobby-Biker, die Stunden im Sattel. Er spulte die Strecke durch das Toggenburg und Rheintal über Weissbad zur Schwägalp hinauf zum zweitenmal ab.

Der Wechsel des Checkpoints von der Schwägalp-Passhöhe zum Schwingplatz hinauf führte, wie die andern Neuerungen, zu einer Attraktivitätssteigerung. «Wenn es Idealisten gibt, die eine solche Rundfahrt für 25 Franken Startgeld perfekt organisieren und ausschildern, sollte das Angebot dankend angenommen werden», lautete der Tenor in Lutertannen. Dort begann nach der Abfahrt von der Schwägalp der schweisstreibende Aufstieg zum Risipass.

Alle wünschten OK-Präsident Peter Mäder, dem Team und den lokalen Checkpoint-Betreibern weiterhin steigende Teilnehmerzahlen und viel Erfolg. Jedoch in einem überschaubaren Mass auf E-Maschinen.

Die Gegend geniessen und Boxenstop einlegen

Potenzial liegt bei den Strassenfahrern. Viele sind auf den gleichen Strassen wie die Alpsteiner unterwegs, relativ wenige in offizieller Mission. Die «Gümmeler» scheinen bei der Saisonplanung noch nicht auf dem 100-km-Rundkurs angekommen zu sein. Die Atmosphäre sei mit den breiten Pneus sowieso anders als mit den schmalen, wussten in der Freizeit «Sowohl-als-auch-Radler» zu berichten. Bei den Bikern werde unterwegs mal angehalten, die Aussicht genossen, ein zusätzlicher Boxenstop eingeschaltet. Beim «Kafi-Halt» in der Bildremise Unterwasser – Checkpoint – mit Michael Albasini/Ralph Näf sollen einige von zuerst temporären zu späteren Stammgästen geworden sein und das Bike danach verladen haben. Ihr Grundsatzentscheid, Rotenstein-Passage oder markierte Abfahrt nach Stein, war zu jenem Zeitpunkt bereits gefällt. Die Diskussionen begannen jeweils schon Wochen vorher.

«Wir haben uns entschlossen…», hiess es unterwegs. Einer fügte an, hoffentlich werde die Passage nie offiziell freigegeben. Ihm würde nach all den Jahren ein Adrenalinkick fehlen. Mit dem Umweg über Stein weise die Runde für klassische Biker besonders im Toggenburg (zu) viel Betonstrasse auf, lautete eine leise Kritik.