Tourismus
Nach weniger als einem Jahr: Martin Sturzenegger gibt Rücktritt als Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn bekannt

Martin Sturzenegger hat sich entschieden, die Geschäftsführung der Säntis-Schwebebahn AG im Frühjahr 2023 abzugeben. Er wird das Unternehmen verlassen, um eine Führungsaufgabe beim Innovationspark Zürich zu übernehmen.

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Martin Sturzenegger, Geschäftsführer Säntis-Schwebebahnen AG.

Martin Sturzenegger, Geschäftsführer Säntis-Schwebebahnen AG.

Bild: Ralph Ribi

Der Verwaltungsrat der Säntis-Schwebebahn AG kommuniziert am Freitagnachmittag den Austritt des Geschäftsführers Martin Sturzenegger per Frühjahr 2023. Er hatte seine Stelle im Dezember 2021 angetreten und verlässt das Unternehmen in Bälde Richtung Zürich, wo er eine Führungsaufgabe im Innovationspark übernehmen wird.

Sturzenegger war Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Bruno Vattioni. Dieser hatte das Amt 20 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand Ende 2021, inne. Sein Nachfolger verlässt das Unternehmen nach einem Jahr und vier Monaten wieder. Dies jedoch nicht, weil ihm seine Tätigkeit nicht gefallen hätte. «Wenn ich nicht seitens der Verantwortlichen des Innovationsparks Zürich angefragt worden wäre, wäre ich gerne geblieben», so Sturzenegger. Die Chance, an diesem Generationenprojekt, das kurz davor steht, aus dem politischen Dornröschenschlaf zu erwachen, mitzuwirken, müsse er jedoch ergreifen. Sturzenegger sagt:

«Ich fühle mich geehrt, diese anspruchsvolle Aufgabe für meinen Heimatkanton übernehmen zu dürfen. Der Abschied fällt mir jedoch schwer.»

Während Sturzenenggers Zeit bei der Säntis-Schwebebahn AG ist mit dem Verwaltungsrat die Unternehmensstrategie überarbeitet und die neue Marketingstrategie implementiert worden. Mit einem Austritt habe man nicht gerechnet, wie Verwaltungsratspräsident Martin Auer sagt: «Wir bedauern, dass uns Martin Sturzenegger verlässt, verstehen aber zugleich, dass er dem Reiz der neuen Aufgabe beim Innovationspark folgen will.» Die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer sei durchwegs positiv gewesen. Sturzenegger habe als ehemaliger Direktor von Zürich Tourismus viel touristisches Know-how mitgebracht.

Nachdem es bei der Säntis-Schwebebahn AG 20 Jahre lang keinen Wechsel beim Geschäftsführer gab, muss das Amt nun innerhalb von etwas mehr als einem Jahr bereits zum zweiten Mal besetzt werden. «Das ist natürlich eine Herausforderung. Wir haben den Nachfolgeprozess gestartet. Glücklicherweise haben wir bis im Frühjahr Zeit», so Auer.

Die Säntis-Schwebebahn sei gut unterwegs und die Weichen für die Zukunft seien gestellt. Auch habe man die nötigen Massnahmen ergriffen, um den «aktuell grossen Herausforderungen zu begegnen». So wurden etwa die Anstellungsbedingungen im Hinblick auf den Fachkräftemangel modernisiert. Dank gezielter Investitionen könne der Energieverbrauch signifikant gesenkt werden und ein Massnahmenpaket für mögliche Stromausfälle stehe bereit.

Eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte

Die Geschäftsentwicklung zeige sich sehr erfreulich und das laufende Jahr könne bei einem guten Herbst zu einem der besten der Unternehmensgeschichte werden, schreibt die Säntis-Schwebebahnen AG weiter. In diesem Sinne werde Martin Sturzenegger zusammen mit der Geschäftsleitung das Unternehmen bis zu seinem Ausscheiden im Frühling 2023 weiterleiten, «mit vollem Engagement und der Unterstützung des Verwaltungsrates». (pd/mlb/rak)