TOGGENBURG: Neuer Betriebsleiter für Skilift

Edith Roth öffnet das Skihus Hemberg am 5. Oktober. Gleichzeitig beginnt Hansueli Rechsteiner als neuer Betriebsleiter des Skilifts. Sein Vorgänger, Markus Frei, führt ihn ein.

Cecilia Hess-Lombriser
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Edith Roth, die Pächterin des Skihus' Hemberg, Hansueli Rechsteiner, neuer Betriebsleiter, sowie Markus Frei, der diese Aufgabe abgibt. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Edith Roth, die Pächterin des Skihus' Hemberg, Hansueli Rechsteiner, neuer Betriebsleiter, sowie Markus Frei, der diese Aufgabe abgibt. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

TOGGENBURG. Goldene Herbsttage, traumhafte Aussicht – und das Skihus Hemberg ist bald startklar für die neue Saison. «Bis zum ersten Schneefall sind die Wanderer herzlich willkommen», sagt Edith Roth, die 26jährige Pächterin. Sie denkt dabei an ihr erstes Betriebsjahr zurück. «Letztes Jahr war der Herbst wunderschön, und die Wanderer haben es genossen, hier oben einzukehren.»

Edith Roth, Markus Frei und Hansueli Rechsteiner treffen sich an einem wunderschönen Septembermorgen beim Skihus Hemberg. Dabei wird klar, wie sehr das Herz von allen dreien für das kleine, familiengerechte Skigebiet schlägt. Die Schaukel und die Rutschbahn müssen bis zur Saisoneröffnung unbedingt noch repariert werden. Edith Roth leiht den beiden Männern einen Meter, damit sie die Länge des morschen Holzpfostens messen können. Wenn die Kinder mit ihren Eltern kommen, muss alles in Ordnung sein. Der Motor des Pistenbullys wird bei dieser Gelegenheit auch gleich überprüft. Markus Frei wird zwar als Betriebsleiter nach acht Jahren aufhören, doch die Pisten wird er weiterhin präparieren. Er teilt sich diese Arbeit mit einem weiteren Mitarbeiter.

Die Veränderungen auf seinem Bauernbetrieb haben dazu geführt, dass er sich nach acht Jahren entschlossen hat, die Verantwortung weiterzugeben. Während der Saison war er fast täglich beim Skilift für kürzere oder längere Zeit anzutreffen. Gleichzeitig wird er an der GV vom 4. November aus dem Verwaltungsrat zurücktreten. Dieser wird damit um einen Sitz verkleinert. Sein Nachfolger Hansueli Rechsteiner wird gezielt zu den Sitzungen eingeladen. Fünf statt sechs Mitglieder werden dem Verwaltungsrat noch angehören. Stefan Würms präsidiert ihn. «Es war eine schöne Zeit, und ich habe bei dieser Aufgabe viel gelernt», sagt Markus Frei. «Wir haben ein gutes Team, es war schön mit allen unseren Mitarbeitenden.»

Ideales Skigebiet für Familien

Mit Jahrgang 1962 ist Hansueli Rechsteiner 20 Jahre älter als sein Vorgänger und ebenfalls Bauer; allerdings in Bächli. Er ist seit 13 Jahren Mitarbeiter des Skilifts und kennt sich so gut aus, dass eine kurze Einführungszeit reicht. «Meine erste Aufgabe ist es nun, die Schaukel zu reparieren», informiert er. Markus Frei hat beim Treffen noch ein paar weitere Aufgaben für ihn entdeckt. Bis Ende Oktober, Anfang November wird der Skilift betriebsfertig gemacht. 40 Bügel werden dann am 360 Meter langen Tellerlift hängen. Auch das Förderband, der Zauberteppich, wird wieder montiert. «Das ist ein Gewinn für unser Skigebiet. Kinder können hier wunderbar Skifahren lernen und man kann auch mit dem Schlitten kommen. Auf der einen Seite des Förderbandes sind die Skifahrer und auf der anderen die Schlittler», wirbt Hansueli Rechsteiner. «Drei bis fünf Kilometer Skipiste gehören zum Skilift. Wir brauchen zwei Stunden, um sie zu präparieren», macht Markus Frei bewusst. Die Streckenmarkierungen werden erst nach dem ersten Schneefall gesetzt. Dafür und für den Einsatz der fünf Mitarbeitenden wird nun Hansueli Rechsteiner verantwortlich sein. Er freut sich darauf. «Der Skilift liegt mir am Herzen und wir haben es immer gut gehabt.» Eine neue Aufgabe legt ihm Markus Frei besonders am Herzen. «Du musst sofort auf Facebook eingeben, wenn der Skilift läuft und ein neues Bild dazustellen. Der Skilift hat extrem viele Likes.»

Selbstgebackener Schlorzifladen lockt

Edith Roth freut sich auf ihre zweite Saison. Ihre ersten Erfahrungen als Selbständige wertet sie positiv. Sie arbeitet mit drei bis fünf Aushilfen, darf bei viel Andrang auf den Partner und die Familie zurückgreifen und freut sich, dass die Hemberger sie unterstützen und ins Skihus kommen. Sie ist in Hemberg als Bauerntochter aufgewachsen und arbeitet im Sommer auf der Alp. «Hier oben ist es im Herbst fast wie auf der Alp, wenn die Kühe nebenan weiden», freut sie sich. Das Skihus ist vom Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Wenn der Skilift in Betrieb ist, ist es durchgehend geöffnet. Auf Voranmeldung öffnet die Pächterin abends auch für Gruppen und kocht auf Wunsch. Ansonsten gibt es eine kleine Karte, die auch auf Kindergelüste eingeht. «Mein Schlorzifladen ist berühmt», verrät sie. Sie macht ihn tatsächlich selber.