THEMENWOCHE: Filmklappe auf in Trogen

Die Sekundarschule Trogen wurde vom Filmfieber gepackt. Die Schüler bastelten Wundertrommeln und rückten Filmausschnitte ins rechte Licht.

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Wie im echten Filmstudio begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Maske. (Bild: Roman Spannring)

Wie im echten Filmstudio begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Maske. (Bild: Roman Spannring)

In der vergangenen Woche beherrschte das Thema Film den Alltag in der Trogner Sekundarschule. Während einzelne Lernende die Woche für Schnupperlehren nutzten, konnten die anderen verschiedene Aktivitäten zum Thema Film ausprobieren. Die Workshops dauerten unterschiedlich lang; von einem Tag bis zur ganzen Woche. Man konnte wählen zwischen Kurzfilm, Verwandlung, Filmquiz, Stopmotion, Filmschauspiel und «Trogen – der Film». Es entstanden viele fantasievolle Filme. Die Lernenden waren die ganze Woche mit Elan und Freude dabei, sie hatten viel Spass an der Filmerei, dem Schneiden, Schauspielern oder dem kreativen Herstellen von Bildern.

Die beiden Schülerinnen Lea Thürlemann und Hanna Liersch der Klasse 2b stellen die einzelnen Workshops für diesen Bericht vor. Bei den Kurzfilmen konnten die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen und selbst aussuchen, über welches Thema sie drehen wollten. Dabei sind kreative Endresultate entstanden. Ein weiterer Workshop drehte sich um das Thema Verwandlung. Die Schüler haben den Auftrag bekommen, sich zu «verwandeln», also sich zu verkleiden, zu schminken und so weiter. Danach übten sie ein Theater ein, das sie dann den anderen vorspielten. Das Thema konnten sie selber auswählen. Mit unterschiedlichsten Quizformen tauchten die Lernenden in die Welt des Films ein. Beim Workshop Stopmotion wurde mit sehr vielen aneinandergereihten Bildern ein kurzer Film gedreht. Die meisten haben einen Film mit Legofiguren gemacht. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Daumenkino. Unter der Leitung von Andreas Beutler, Schauspieler und Coach, haben die Schülerinnen und Schüler den Unterschied von Theater und Filmschauspiel kennen gelernt. Für alle faszinierend war die «Green-Screen-Technik». Zuerst werden Filmaufnahmen vor einem grünen Hintergrund gemacht, welcher dann durch einen zur Szenerie passenden Hintergrund ersetzt werden kann.

Die Teilnehmer des Workshops «Trogen – Der Film» haben an unterschiedlichen Orten von Trogen Sehenswürdigkeiten und typische Trogner Plätze und Kunstwerke gefilmt. Die vielen kleinen und grossen Filmausschnitte wurden anschliessend mit einem Videobearbeitungsprogramm geschnitten und zu einem Gesamtwerk zusammengestellt. «Als die Bilder laufen lernten» hiess ein weiterer Workshop, an dessen Anfang der Bau einer Wundertrommel stand. Das ist ein Gerät, welches man an der Unterseite drehen kann, und wenn man durch die Ritzen schaut, sieht man das «Kino». Es ist einem Daumenkino sehr ähnlich. Die Wundertrommel war das erste Kino in der Geschichte.

Am ersten Tag der Sonderwoche erfuhren Lernende wie Lehrende in einer filmischen Lesung mit Thomas Binotto mittels ausgewählter Filmausschnitte «gezielt asthetisches, technisches, formales und historisches Filmwissen». (pd)