Schwingerveteranen mit neuem Obmann

Die im Zweijahresturnus stattfindende Tagung der einstigen «Bösen» oder Funktionäre stand im Zeichen der feierlichen Ehrung der über 80jährigen Veteranen. Zur 33. Kantonaltagung der 1944 gegründeten St.

Emil Bürer
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Die im Zweijahresturnus stattfindende Tagung der einstigen «Bösen» oder Funktionäre stand im Zeichen der feierlichen Ehrung der über 80jährigen Veteranen.

Zur 33. Kantonaltagung der 1944 gegründeten St. Gallischen Kantonalen Schwingerveteranen-Vereinigung im Restaurant Ochsen in Neu St. Johann durfte der scheidende Obmann Max Rombach rund siebzig Schwingerveteranen begrüssen. Darunter befanden sich eine ganze Reihe verdienter Schwingerkameraden und ehemalige Koryphäen der so erfolgreichen St. Galler Sägemehlzunft. Die Tagung wurde musikalisch umrahmt durch die Jodlergruppe Stockberg aus Nesslau.

Kernpunkt im Rückblick bildeten die schwingerischen Höhepunkte der vergangenen zwei Jahre mit dem glanzvollen Eidgenössischen 2013 in Burgdorf mit sechs Kranzgewinnen durch die St. Galler Aktiven. Erstmals Eichenlaub Eidgenössischer Prägung eroberten sich Urs Abderhalden, Reto Holdener und Gerry Süess.

Im Nordostschweizerischen Verband waren die St. Galler «Bösen» auch in den letzten zwei Jahren klar tonangebend. Besondere Erwähnung fanden aber genauso die immer tadellos durchgeführten Schwingfeste im «eigenen» St. Galler Verband und vor allem auch die Leistungen des Nachwuchses. Ein grosses Anliegen der Obmannschaft ist vor allem, dass die 417 eingetragenen Mitglieder den Kontakt zu der aktiven Schwingergeneration mit dem Besuch von Trainings, Anlässen und Festen pflegen, ältere und kranke Kameraden besuchen und mit wachem Auge das Geschehen in den Verbänden verfolgen.

Nach vielen Jahren Tätigkeit fürs Schwingen, davon die letzten zehn Jahre als umsichtiger Veteranenobmann, trat Max Rombach, Oberuzwil, aus der Kantonalen Obmannschaft zurück. Max Rombach (Jahrgang 1951) diente nach Beendigung seiner Aktivzeit während vielen Jahren als erfahrener Funktionär auf vielen Stufen. Noch heute amtet er als Revisor der Verwaltungskommission der Hilfskasse des ESV und als Säckelmeister in der Obmannschaft der Eidgenössischen Schwingerveteranen.

An Stelle von Max Rombach wurde der bisherige Schryber Jörg Abderhalden senior, Starkenbach, als Obmann gewählt. Für den Rapperswiler Verband, dessen Sitz infolge eines überraschenden Todesfalls vakant war, wurde der Rapperswiler Veteranenobmann Toni Lendi neu in die Obmannschaft gewählt. Die Obmannschaft setzt sich neu wie folgt zusammen: Jörg Abderhalden senior, Starkenbach (Obmann), Heiri Walt, Sennwald (Vizeobmann), Franz Inauen, St. Gallen (Säckelmeister) und Toni Lendi, Kaltbrunn (Schryber).

Als Höhepunkt der Tagung marschierten die über 80jährigen Teilnehmer noch voller Vitalität – Schwingen ist eben gesund – zur traditionellen Ehrung auf die Bühne, angeführt von den beiden 86jährigen Albert Roth (Wildhaus) und Daniel Stutz (Wil) sowie die beiden Rheintaler Xaver Weder (85) aus Oberriet und Hugo Ammann (84) aus Salez.

Im Anschluss an die Tagung der Schwingerveteranen blieb noch Zeit für ein gemütliches Beisammensein. Dabei versteht es sich fast von selbst, dass manch ein Veteranenherz höher schlug und manche Erinnerung wieder wach wurde an Grosstaten und alte Zeiten, wo die Schwinger noch viel stärker, flinker und technisch vielseitiger waren.