SCHWINGEN: Vier Kränze für Appenzeller

Mit Martin Hersche, Michael Bless, Andreas Fässler und Urs Giger gewinnen vier Appenzeller am Glarner-Bündner Kantonalschwingfest einen Kranz. Für eine bessere Ausbeute fehlte wenig.

Franz Inauen
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Dem Gaiser Michael Bless gelang mit dem Kranzgewinn ein erfolgreiches Comeback. (Bild: Lorenz Reifler)

Dem Gaiser Michael Bless gelang mit dem Kranzgewinn ein erfolgreiches Comeback. (Bild: Lorenz Reifler)

SCHWINGEN. Unter den 128 angetretenen Athleten stellten die Appenzeller mit 28 Schwingern die grösste Mannschaft. Das beste Resultat konnte Martin Hersche mit dem sehr guten dritten Schlussrang erzielen. Er blieb während des ganzen Wettkampfs ungeschlagen und musste sich lediglich mit zwei Gestellten abfinden. Zum Auftakt gegen den defensiven Routinier und Teilverbandskranzer Ruedi Eugster und im dritten Gang gegen den unbequemen Marco Nägeli, kam er nicht über ein Remis hinaus. Er konnte sich aber zum Abschluss zweimal die Maximalnote notieren lassen und sicherte sich mit einem Brienzer rückwärts, gegen den Innerschweizer Teilverbandskranzer Florian Hasler, einen Lebendpreis.

Schlussgangteilnahme vergeben

Dem Gaiser Michael Bless lief der Wettkampf nicht wunschgemäss. Mit einem Gestellten gegen Beat Clopath zum Anschwingen und einer Niederlage im fünften Gang gegen den Innerschweizer Eidgenossen Andi Imhof, vergab Bless eine mögliche Schlussgangteilnahme an Arnold Forrer. Dank dreier Plattwürfe resultierte dennoch ein Rang unter den ersten Fünf.

Andreas Fässler startete mit zwei Siegen gut in den Wettkampf, musste sich dafür nach dem dritten Gang gegen den späteren Festsieger Armon Orlik das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Trotz einer weiteren Niederlage gegen Arnold Forrer konnte er im letzten Gang um einen Kranz kämpfen und nutzte die Gelegenheit gegen Roman Vestner souverän.

Als vierter Kranzgewinner musste sich Urs Giger, nach einem gelungenen Start gegen Marco Nägeli, lediglich dem Eidgenossen Fabian Kindlimann und Armon Orlik geschlagen geben. Er durfte am Ende des Tages mit vier Siegen als letzter Appenzeller vor die Ehrendamen treten.

Weitere Chancen auf Eichenlaub

Markus Schläpfer hatte mit drei Maximalnoten bis zum fünften Gang die Chance auf eine Rangierung in den Kranzrängen. Er konnte diese aber gegen den Eidgenossen Bruno Nötzli nicht nutzen. Ihm fehlte am Ende nur ein Viertelpunkt zum Kranz. Ähnlich erging es den Gebrüdern Kuster, welche beide im entscheidenden letzten Kampf eine Niederlage einstecken mussten. Die Chance, sich zum erstenmal einen Kranz zu erkämpfen, hatten Daniel Oertle und Thomas Koch. Sie zeigten einen starken Wettkampf, konnten aber im sechsten Gang die Gunst der Stunde nicht nutzen.

Starker Armon Orlik

Der Bündner Armon Orlik zeigte in Glarus ein weiteres Mal, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist. Er konnte sich nach fünf Gängen jeweils die Maximalnote schreiben lassen und fand nur im vierten Gang gegen Arnold Forrer keine Lösung. Im Schlussgang traf er vor rund 3500 Zuschauer zum zweitenmal mit Forrer zusammen. Der bald 21jährige Maienfelder realisierte den dritten Kranzfestsieg seiner Karriere und bereits den zweiten in dieser Saison. Forrer führt nun mit seinem insgesamt 137. Kranzgewinn allein die Bestenliste der meisten Kranzgewinne an.

Giger auf dem Ehrenplatz

Der junge Hoffnungsträger Samuel Giger konnte am vergangenen Samstag mit einer kleinen Thurgauer Klubdelegation die Nordostschweizer am Oberaargauischen Gauverbandsfest in Hindelbank vertreten. Das Jungtalent klassierte sich hierbei eindrücklich hinter Festsieger Matthias Sempach auf dem Ehrenplatz. Das lang erwartete Duell der Youngsters Remo Käser und Giger ging jedoch gestellt aus.