SCHWELLBRUNN: Der tote Luchs lag direkt am Wegrand

Im Wald unterhalb des Landwirtschaftsbetriebs von Walter Raschle fanden Kinder einen toten Luchs. Das Tier wurde erschossen.

Bruno Eisenhut
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Der Luchs lag direkt neben dem Wald, der an die Liegenschaft von Landwirt Walter Raschle grenzt. (Bild: Bruno Eisenhut)

Der Luchs lag direkt neben dem Wald, der an die Liegenschaft von Landwirt Walter Raschle grenzt. (Bild: Bruno Eisenhut)

SCHWELLBRUNN. Voller Aufregung seien die Kinder am Sonntag zu ihm gekommen und hätten von einem toten Luchs berichtet, sagt Walter Raschle. Diesen haben sie auf dem Waldweg zwischen dem Weiler Zübel in Urnäsch und dem naheliegenden Ettenberg in Schwellbrunn gefunden. «Anfangs war ich erstaunt», so Walter Raschle. Dennoch nahm er den Hinweis ernst und machte sich auf, das tote Tier zu begutachten. Direkt am Wegrand sei die Wildkatze gelegen, gut sichtbar. «Es machte sich bereits Verwesungsgeruch breit.»

Für Walter Raschle, den Schwellbrunner Kantonsrat, war sofort klar: das ist ein Fall für die Jagdaufsicht. Sogleich hat er am Sonntag die nötigen Behörden alarmiert. Schliesslich sah er den naheliegenden Bach gefährdet. Das Prozedere nahm dann seinen Lauf. Der Luchs wurde untersucht, die Todesursache rasch festgestellt – erschossen sei das Tier worden. Walter Raschle kann sich nicht erklären, wer das Tier getötet haben könnte. Gesehen hatte er den Luchs im Gebiet Ettenberg noch nie. «Ich habe aber vermutet, dass sich hier Wildtiere aufhalten.» Die Rehe hätten sich in letzter Zeit auffällig oft auf seiner Wiese aufgehalten.

Bisher keine verletzten Tiere

Auch seine Tiere hätten noch nie Kontakt mit dem Tier gehabt. Verletzungen oder gar Risse hätte er keine festgestellt. Und auch von seinen Nachbarn hat er keine solche Vorfälle gemeldet bekommen. Trotz des toten Luchs werde er seine Tiere nicht zusätzlich bewachen. Weitere Luchse vermutet Walter Raschle keine in seiner unmittelbaren Nähe.