Reimann bei der SVP AI zu Gast

Paul Wyser ist als Kassier der Innerrhoder SVP zurückgetreten, als Nachfolgerin wurde Katharina Inauen gewählt. Ebenfalls neu im Vorstand Einsitz nimmt Bruno Manser. Als Gast zugegen war bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend der St. Galler Nationalrat Lukas Reimann.

Toni Dörig
Drucken
Lukas Reimann sieht die Sicherheit in Gefahr, wie er bei der Innerrhoder SVP ausführt. (Bild: td)

Lukas Reimann sieht die Sicherheit in Gefahr, wie er bei der Innerrhoder SVP ausführt. (Bild: td)

APPENZELL. Den Auftakt zur Hauptversammlung der Innerrhoder SVP machte Nationalrat Lukas Reimann mit einem Referat über die Islamisierung in der Ostschweiz. Er ging von seiner Heimatstadt Wil aus, wo zwar das Minarett, aber nicht der Bau eines Islam-Zentrums verhindert werden konnte. Im betreffenden Quartier sei der Ausländeranteil sehr hoch. Es sei unbestritten, dass die Kriminalität bei Ausländern höher sei als bei Schweizern, so Reimann. Zudem lebten viele von Sozialgeldern.

Sicherheit ist gemäss Lukas Reimann nicht mehr gewährleistet. Die meisten Moslems seien nicht sehr bemüht, sich den hiesigen Gepflogenheiten anzupassen. In einer ans Referat anschliessenden, hitzigen Diskussion wurde gefragt, warum Politiker und Medien nicht gegen diese Missstände wettern und konsequent dagegen vorgehen würden. Ob die Situation verkannt werde?

Wechsel im Vorstand

Im Rahmen der eigentlichen Hauptversammlung musste der Innerrhoder SVP-Präsident Ruedi Eberle im Jahresbericht von einer schmerzhaften Niederlage berichten: An der Landsgemeinde wurde ihm bei der Wahl des neuen Landeshauptmanns Stefan Müller vorgezogen. «Ich habe es nicht geschafft, werde aber weiter politisieren!» Als Top-Ereignis im letzten Jahr erwähnte der Präsident den Ausflug zu Toni Brunner ins «Haus der Freiheit». Der Zuwachs an Mitgliedern, wie er zurzeit bei der Innerrhoder SVP feststellbar ist, führte Eberle auf die Flüchtlingskrise zurück.

Zum letzten Mal stellte Paul Wyser die Jahresrechnung vor. Bei Ausgaben von gut 4000 Franken verblieb ein Fehlbetrag von etwas über 500 Franken. Einen wichtigen Ausgabeposten bildeten die Inserate. Das Vermögen beträgt noch knapp 7700 Franken. Das sind die Zahlen, mit denen nun die neu gewählte Kassiererin Katharina Inauen weitermachen wird.

Im weitern wurde der Vorstand aufgestockt. Neu gewählt wurde Bruno Manser, der ein eigenes Unternehmen führt. Bestätigt wurde der übrige Vorstand: Präsident Ruedi Eberle, Martin Ebneter, Christa Bigler und Emanuel Ebneter (Junge SVP). Beschlossen wurde zudem, wieder einmal die Organisation einer Schweizer Delegiertenversammlung in Appenzell zu übernehmen. Dafür sind tatkräftige Helfer gefragt.

Zweimal Ja, zweimal Nein

Die Parolenfassungen für die eidgenössischen Abstimmungen gingen zügig über die Bühne. Von Anfang an bestand kein Zweifel daran, dass bei der Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» sowie für die Durchsetzungs-Initiative die Ja-Parolen gefasst wurden. Ebenso einstimmig wurde auch die Nein-Parole gegen die Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» beschlossen.

Eher überraschend fiel hingegen die Parolenfassung für die zweite Gotthard-Röhre aus. Im Gegensatz zur schweizerischen SVP sprachen sich die Innerrhoder SVP-Mitglieder mit deutlicher Mehrheit gegen dieses Projekt aus. In der gesamten Runde war man sich einig, dass der Tunnel, einmal gebaut, entgegen der Versprechen sehr bald voll genutzt würde. Die Befürworter argumentierten vor allem mit dem Bedarf: Es habe nun einmal viel Verkehr, die Staus zeigten es. Umstritten war, ob die Tessiner und Urner den Tunnel überhaupt wollen.