Personalengpass
Hallenbad Speicher: Wegen der anstehenden Sanierung haben schon zwei Bademeister gekündigt

15 Monate dauern die Sanierungsmassnahmen im Hallenbad Speicher. Das Bad wird für diesen Zeitraum geschlossen. Ein Teil der Mitarbeitenden hat bereits reagiert und sich nach einer anderen Stelle umgesehen.

Astrid Zysset
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Kommenden Sommer muss das Hallenbad Buchen aufgrund der Sanierungsmassnahmen während 15 Monate seine Tore schliessen.

Kommenden Sommer muss das Hallenbad Buchen aufgrund der Sanierungsmassnahmen während 15 Monate seine Tore schliessen.

Bild: David Scarano

Kommenden Sommer wird das Hallenbad Buchen aufgrund einer Sanierung vorübergehend geschlossen. Diese Nachricht hat dazu geführt, dass das Personal teilweise die Kündigung eingereicht hat. Von den ursprünglich vier Bademeistern haben mittlerweile zwei die Stelle gewechselt und sind nun andernorts beschäftigt. Das ging alles «schneller als erwartet», räumt Gemeinderätin Claudia Neff Koller, Ressort Bau und Umwelt, ein. Die Aufrechterhaltung des Betriebs wurde zur Herausforderung. Kurzfristig konnte nun jedoch Heinz Bucher aus Gais gewonnen werden. Er wird das Team im Buchen verstärken und auf Stundenlohn-Basis als Bademeister tätig sein.

Doch ist damit der Personalengpass beseitigt? «Ja», so Neff Koller weiter. Einer der beiden verbliebenen Bademeister hat sein Pensum erhöht. Zudem sind «Springer» für das Hallenbad Buchen tätig. Deren Einsatzbereiche wurden mittlerweile erweitert. Bereits während der coronabedingten Schliessung wurden die Arbeiten und Einsätze von Hausdienst- und Hallenbadmitarbeitern flexibel gestaltet. Die Sicherstellung der hygienischen Standards obliegt seit der Neuorganisation dem Leiter Hausdienst der Gemeinde Speicher, welcher für alle Liegenschaften verantwortlich ist.

Claudia Neff Koller, Gemeinderätin, Ressort Bau und Umwelt.

Claudia Neff Koller, Gemeinderätin, Ressort Bau und Umwelt.

Bild: Archiv

Keine Überbrückungsmassnahmen für den Winter

Rund 15 Monate wird das Hallenbad ab Sommer 2022 seine Tore schliessen. Wie Claudia Neff Koller ausführt, hat man den Mitarbeitenden eine externe Beratung und Vermittlung angeboten, damit die Zeit der Sanierung überbrückt werden kann. Zudem steht – wie bereits die letzten zwei Sommersaisons – eine Beschäftigung im Freibad Teufen als Option im Raum. Für die Wintermonate gibt es aber keine Überbrückungsmassnahmen innerhalb Speichers. «Im Hausdienst der Gemeinde haben wir keine Vakanzen. Dort können wir kein Personal vom Hallenbad Buchen unterbringen.» Neff Koller versteht darum, dass die Mitarbeitenden des Hallenbads sich anderweitig umschauen. Allerdings rechnet sie nicht mit noch mehr Kündigungen.

«Ersten Rückmeldungen zu Folge werden die verbliebenen Mitarbeitenden bis zur Schliessung für uns weiter arbeiten.»

Zeitpunkt der Schliessung noch nicht bekannt

Wann genau der Badebetrieb eingestellt wird, ist derzeit noch offen. Die 1. Stufe der Ausschreibung für das Bauprojekt ist mittlerweile abgeschlossen. Von den sechs Büros, welche sich beworben haben, sind vier in der zweiten Runde. Am 15. Dezember präsentieren diese Generalplanerteams ihre Ideen, Zeitpläne und Offerten der Arbeitsgruppe Hallenbadsanierung. Bis Ende Jahr wird ein Büro den Zuschlag bekommen und danach das Bauprojekt im Detail ausarbeiten. Im Frühling 2022 wird dann das Baubewilligungsverfahren laufen, sodass im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. «Wir rechnen mit einem Baubeginn irgendwann zwischen Früh- und Spätsommer», so Neff Koller. Der detaillierte Zeitplan hängt vom ausgewählten Büro ab – und von allfälligen Verzögerungen im Baubewilligungsverfahren. Die Gemeinderätin rechnet zwar nicht mit Überraschungen. «Bauseitig sollten uns keine widerfahren. Und Einsprachen sollte es auch nicht geben, da die Sanierung keine grosse Veränderung der Gebäudehülle beinhaltet.»

Eine Sanierung des Hallenbads Buchen steht an, da es in die Jahre gekommen ist. 1978 eröffnet, hat es nie eine grundlegende Renovation erfahren. Vergangenen Juni sagte die Stimmbevölkerung schliesslich Ja zur Renovation samt Zusatznutzen – ein Kinderplanschbecken und eine kleine Cafeteria werden erstellt. Kostenpunkt: rund 7,8 Millionen Franken.