Ausbau
Erweiterung im Alters- und Pflegeheim Krone in Rehetobel: Neu gibt einen Demenzgarten und eine Demenzabteilung, die sich flexibel vergrössern lässt

Das Alters- und Pflegeheim in Rehetobel wurde für 1,3 Millionen Franken ausgebaut. Am Samstag erhielt die Bevölkerung anlässlich eines Begegnungstages erstmals die Möglichkeit, die Neuerungen zu begutachten.

Astrid Zysset
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Die Passerelle ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zum neuen Demenzgarten.

Die Passerelle ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zum neuen Demenzgarten.

Bild: PD

Das Alters- und Pflegeheim Krone in Rehetobel hat sich vergrössert. Von aussen lässt sich das nicht erkennen. Aber im Innenhof wurde während einer Bauzeit von fast zwei Jahren ein zweigeschossiger Anbau errichtet. Und auch einen neuen Demenzgarten gibt es. Alles in allem: grosse Veränderungen, welche Geschäftsleiter Andreas Zuberbühler als «wichtigen Schritt in die Zukunft» umschreibt.

Zwar ist der Neubau seit Ende 2021 in Betrieb und der Demenzgarten seit vergangenem Frühjahr fertig bepflanzt, doch gestern Samstag war die Bevölkerung anlässlich eines Begegnungstags erstmals eingeladen, die Neuerungen in der Krone zu besichtigen. Jetzt waren schliesslich alle Pflanzen gross genug, um die Schönheit des Gartens erkennen zu lassen. Der Begegnungstag wurde bis vor drei Jahren alljährlich durchgeführt. Die Pandemie liess Veranstaltungen im Alters- und Pflegeheim aus Sicherheitsgründen jedoch rar werden, sodass es erst vergangenen Samstag wieder der Fall war, dass die 150 bis 200 Besucherinnen und Besucher einen Einblick in den Alltag des Heimes erleben konnten.

Ein direkter Zugang zum Garten

Doch was beinhaltet der Neubau genau? Im Erdgeschoss entstand ein grosszügiger Aufenthaltsraum. Diesen können alle Bewohnerinnen und Bewohner nutzen. Die angrenzenden Büroräumlichkeiten wurden zudem renoviert und modernisiert. Im Obergeschoss wurde ein Ess- und Aufenthaltsraum für die Demenzabteilung sowie eine Passerelle in den Demenzgarten geschaffen. «Das ermöglicht neu einen Rundlauf», so Zuberbühler. «Die Demenzerkrankten können vom Neubau direkt in den Garten und über diesen vorne wieder in den Aufenthaltsraum gelangen.»

Zudem wurde für die Bewohnerinnen und Bewohner der zweiten Pflegeabteilung ein direkter Zugang zum Garten realisiert. Gemäss Auskunft des Geschäftsleiters stelle dies eine grosse Entlastung für das Pflegepersonal dar.

Demenzabteilung kann flexibel vergrössert werden

Aktuell befinden sich in der Demenzabteilung der Krone 14 Personen. Neu kann die Abteilung aber flexibel vergrössert werden. Insgesamt sind im Alters- und Pflegeheim 48 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht. Zeigt eine weitere Person Anzeichen einer Demenz auf und bedarf somit eines erhöhten Pflegebedarfs, können die Türen der Demenzabteilung versetzt werden, sodass diese kurzerhand weitere Zimmer umfasst. So kann sie auf bis zu 17 Personen erweitert werden. «Das ist eine sehr grosse Flexibilität, die wir mit dem Umbau gewonnen haben», so Zuberbühler weiter.

Betrieben wird das 1978 eröffnete Alters- und Pflegeheim Krone durch eine Genossenschaft. 2019 hatte jene einem 890000-Franken-Kredit für den zweistöckigen Anbau zugestimmt. Die Passerelle und der Demenzgarten machten Nachtragskredite notwendig, sodass die Gesamtkosten der Erweiterung bei rund 1,3 Millionen Franken liegen.

Eine Investition, die sich in den Augen Zuberbühler gelohnt hat. Ihm gefällt, was in den letzten Jahren in der Krone entstanden ist. «Aber meine Meinung ist hier nicht so wichtig», winkt er ab. Entscheidend sei, was die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Angehörigen dazu sagen. Von denen sei das Feedback aber bislang durchwegs positiv gewesen.