Neue Wirtsleute, neue Statuten

Am Freitag lud die Genossenschaft Rössli Krinau zur 30. Generalversammlung. Es gab zahlreiche grosse und kleine Änderungen zu beschliessen. So bekommt die Genossenschaft auch einen neuen Präsidenten: Anstelle von Marcel Ruoss wird Rolf Geiger die Genossenschaft leiten.

Michael Hug
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Krinau. Eine der grossen Änderungen war schon an der Besetzung des Vorstands-Tisches absehbar. Der Stuhl von Genossenschaftspräsident Marcel Ruoss blieb leer. Aus gesundheitlichen Gründen liesse er sich entschuldigen, verkündete Aktuar Felix Brander und führte an dessen Stelle durch die Versammlung.

Rücktritt wegen Gesundheit

Es waren auch gesundheitliche Gründe, die dazu führten, dass im Traktandum Wahlen ein neuer Präsident bestimmt werden musste. Neu wird die Genossenschaft Rössli Krinau von Rolf Geiger aus Lichtensteig geführt.

Auch Felix Brander entschloss sich zum Rücktritt: «Fünfzehn Jahre sind genug.» Die beiden vakant gewordenen Vorstandssitze wurden mangels Kandidaten nicht neu besetzt. Der Vorstand besteht deshalb bis auf weiteres aus fünf Mitgliedern, wurde festgehalten.

Verlust und Statuten-up-to-date

Wirtewechsel, unvorhergesehene Unterhaltsarbeiten und Investitionen im Gastrobereich haben zu einem Verlust geführt, berichtete Kassierin Madlen Früh: «Der Verlust von rund 10 500 Franken wird aus den stillen Reserven gedeckt.

» Erfreut zeigten sich Vorstand und die 60 anwesenden Genossenschaftsmitglieder darüber, dass ein neues Pächterpaar gefunden werden konnte (siehe Kasten). Weniger erfreut, darauf liessen die sich lange hinziehenden Diskussionen schliessen, zeigte sich das Plenum ob der vorgeschlagenen Statutenrevision. Diese war teilweise durch Anpassungen an das revidierte Obligationenrecht bedingt, anderseits durch ein redaktionelles Up-to-date auf zeitgemässe Formulierungen. Offensichtlichste Änderung ist die de-facto-Abschaffung des Laienrevisorats.

Im Obligationenrecht ist diese Befreiung der Kontrollpflicht unter bestimmten Umständen gestattet. Auf Vorschlag des Vorstandes will man die beiden Revisoren jedoch bis auf weiteres trotzdem mit der Kontrolle der Buchhaltung beauftragen, auch wenn dies rechtlich betrachtet nicht nötig ist. Der abtretende Aktuar Felix Brander: «Der Vorstand soll sich freiwillig weiterhin kontrollieren lassen.» Alle Geschäfte sowie die Statutenrevision wurden mit einer Ausnahme unter teils lebhaften Diskussionen angenommen.