Musikalische Feierstunde

BAZENHEID. Um einen würdigen Abschluss des Dank-, Buss- und Bettags zu feiern, haben sich seelenverwandte Musiker zusammengefunden.

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BAZENHEID. Um einen würdigen Abschluss des Dank-, Buss- und Bettags zu feiern, haben sich seelenverwandte Musiker zusammengefunden. Sie möchten, gemeinsam mit Musikfreunden, dem Schöpfer mit Klängen danken für all seine reichen Gaben, insbesondere dafür, dass unsere Schweiz bislang von Krieg, Terror, Hunger und Durst, von allem Elend der Verfolgung und Flucht bewahrt geblieben ist. Der musikalische Ausklang findet in der katholischen Kirche in Bazenheid am Sonntag, 18. September, um 17 Uhr statt.

Nicht umsonst wurde in St. Gallen bereits 1639, nach mehreren Seuchenepidemien während des Dreissigjährigen Krieges, ein Buss- und Bettag geschaffen. Und nicht umsonst wurde der Bettag in der Schweiz später zum staatlich angeordneten überkonfessionellen Feiertag, der von allen christlichen Kirchen jeweils am dritten Sonntag im September begangen wird. Der diesjährige Bettag soll in der musikalischen Feierstunde mit religiösen und mit barocken Werken seinen Ausklang finden.

Ruth Stolz, Sopran, wird das berühmte Ave Maria von Bach-Gounod und das Largo von Händel singen, beides begleitet von Orchester und Orgel. Ruth Stolz war Solosopranistin beim ehemaligen Direktor der Kirchenmusikschule Luzern und wirkt auch als Chorleiterin und Organistin. Die Violinistin, Anne-Maria Bagdasarjanz, wird das Violinkonzert in a-Moll von Telemann interpretieren und gleichzeitig das Orchester vom Notenpult her leiten. Stephan Giger, vollamtlicher Kirchenmusiker an der Kreuzkirche in Wil, wird die herrliche und unter Denkmalschutz stehende Orgel von Bazenheid spielen und zum Schluss Variationen über «Nun danket alle Gott» erklingen lassen. Das Kammerensemble «Il piacere» wird, ausser gemeinsam mit den Solistinnen, auch in Orchesterwerken zu hören sein, wie «Jesus bleibet meine Freude» und Concerti von Albinoni und Telemann. Das Ensemble setzt sich vorwiegend aus Musiklehrpersonen zusammen sowie aus Streichern, die eine leitende Position im Toggenburger Orchester innehaben.

Die Musiker freuen sich darauf, mit der Musik dem Publikum Freude und Wärme ins Herz zaubern zu können. (pd)