Metzgerei
«Gustarium»: Die Breitenmoser Metzgerei eröffnet im Frühling eine Erlebniswelt für Fleischliebhaber – wer mag, kann selber wursten

Ab April 2023 werden Produktion, Administration sowie die neue Erlebniswelt der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG unter einem Dach in Appenzell untergebracht sein. Barbara Ehrbar-Sutter verrät nun den Namen des Projektes und was zu erwarten ist.

Malena Widmer
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Das Werbebanner hängt jetzt schon an dem neuen Firmengebäude der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG.

Das Werbebanner hängt jetzt schon an dem neuen Firmengebäude der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG.

Bild: Malena Widmer

In Appenzell soll im April 2023 neben einer vergrösserten Produktionsstätte auch die neue Erlebniswelt der Breitenmoser Metzgerei eröffnet werden. Der Name wird heute Montag von der Geschäftsführerin Barbara Ehrbar-Sutter bekannt gegeben. Nach reichlicher Überlegung habe man sich für den Namen «Gustarium» entschieden, verkündigt sie beim heutigen Anlass. Das setzt sich aus dem italienischen Begriff für «schmecken» und dem lateinischen Begriff «Arium», was Räumlichkeit bedeutet, zusammen.

Die Taufe der Erlebniswelt findet bei strömendem Regen statt, doch das beirrt Ehrbar-Sutter und die Besuchenden nicht. «Es ist eine richtige Taufe mit Weihwasser vom Himmel», bemerkt die Geschäftsführerin augenzwinkernd. Ein grosses Banner mit dem neuen «Gustarium»-Logo wird am neuen Gebäude entrollt und hängt ab jetzt da, um die Öffentlichkeit auf das baldige Fleischwaren-Zentrum aufmerksam zu machen.

Selbst Siedwürste herstellen

In den Räumen des neuen Breitenmoser-Gebäudes soll so einiges für Fleischfans geboten werden. Geplant ist etwa eine Show-Wursterei, wobei man sich im Wursten ausprobieren kann: Selbst eine Siedwurst herzustellen, wird dort etwa möglich sein. Besuchende werden auch mehr über die Breitenmoser Fleischspezialitäten AG erfahren können. Seit 1896 ist diese nämlich in der Fleischveredelung tätig und weist somit eine lange Geschichte in dem Handwerk auf.

Zudem werden Grillworkshops angeboten werden. Damit sollen besonders Gruppen angesprochen werden. Ehrbar-Sutter weist auch darauf hin, dass künftig Anlässe bei ihnen veranstaltet werden können. Eine Küche, Bar und Lounge-Bereich mit Cheminée sind nämlich geplant.

Barbara Ehrbar-Sutter betont bei der Namensbekanntgabe der Erlebniswelt, dass das Wohlbefinden von Gästen und Mitarbeitenden zentral sein wird. Sie sagt:

«Ich freue mich auf viele gemütliche und spannende Stunden, die man hier wird verbringen können.»

Es ist aber Geduld angesagt, bis es so weit ist: Es hängen noch Kabel aus den Wänden und Handwerker sind im grossen, lichtdurchfluteten Gebäude am Werken.

Erlebniswelt und Produktionsstätte

Der Baustand wird von Co-Geschäftsführer Christof Hafner präsentiert. Er führt durch die noch kahlen Räume und erklärt, was aus ihnen werden wird. Büros, Lagerräume und grössere Produktionsräume werden künftig alle unter demselben Dach untergebracht sein. In dem rund 500 Quadratmeter umfassenden Gebäude werden die Abläufe und Produktionsschritte verbessert und vereinfacht werden.

Gäste sowie Mitarbeitende nehmen an der Taufe teil und freuen sich sichtlich auf die Einweihung des neuen Firmengebäudes. Seit der ersten Idee dazu ist viel Zeit vergangen. Barbara Ehrbar-Sutter blickt zurück: «Es war nicht immer einfach, auch mit den Nachbarn lief nicht alles rund. Dadurch konnte das Projekt aber reifen und jetzt ist es bald so weit.»