Lütisburg senkt Steuerfuss

LÜTISBURG. Die laufende Rechnung der Politischen Gemeinde Lütisburg schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 374'000 Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 221'000 Franken.

Beat Lanzendorfer
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Lütisburg, die Brückengemeinde, plant dank guter Steuereinnahmen eine Steuerfusssenkung um zehn Prozent. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Lütisburg, die Brückengemeinde, plant dank guter Steuereinnahmen eine Steuerfusssenkung um zehn Prozent. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Nun soll der Steuerfuss um zehn Prozent gesenkt werden. «Wir dürfen auf einen super Abschluss blicken. Dies ist darauf zurückzuführen, weil auf unnötige Ausgaben verzichtet worden ist, gleichzeitig haben wir die Kernaufgaben der politischen Gemeinde so wirtschaftlich als möglich erfüllt. Der positive Steuerabschluss sowie die Auflösung der Reserven der Erschliessung Tufertschwil-Chapf haben hauptsächlich zu diesem positiven Ergebnis geführt», zeigt sich Gemeindepräsidentin Imelda Stadler äusserst zufrieden.

Hohes Eigenkapital

Das gute Resultat kam dank Minderaufwendungen von 20 000 Franken zustande. Dem stehen Mehrerträge von 574 000 Franken gegenüber. Einsparungen konnten im Bereich «Bürgerschaft, Behörden, Verwaltung» (100 000 Franken) sowie in der öffentlichen Sicherheit (42 000 Franken) verbucht werden. Unter dem Budget schlossen die Aufwendungen auch in den Bereichen Kultur/Freizeit, Verkehr und Umwelt/Raumordnung ab. Höhere Belastungen fallen hingegen in der sozialen Wohlfahrt (62 000 Franken) und im Gesundheitswesen (11 600 Franken) an. Positiv bemerkbar machen sich auch die Mehreinnahmen im Bereich Finanzen von 456 700 Franken. Gründe sind höhere Steuereinnahmen und die Auflösung der Reserven bei der Erschliessung Tufertschwil-Chapf. Die Gemeinde verfügt somit per Ende 2015 über ein Eigenkapital von knapp sechs Millionen Franken. Dies entspricht einem Nettovermögen von 4154 Franken pro Einwohner, womit sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr nochmals um 107 Franken erhöht hat. Das Budget 2016 sieht einen Aufwandüberschuss von 488 000 Franken vor.

Stimmberechtigte entscheiden

Die Politische Gemeinde plant in den kommenden Jahren keine grösseren Investitionen. Daher beschlossen der Gemeinderat sowie die Geschäftsprüfungskommission, den Stimmberechtigten an der Bürgerversammlung vom 30. März den Antrag zu unterbreiten, den Steuerfuss von 145 Prozent um zehn Prozent auf neu 135 Prozent zu senken. «Die solide Finanzlage und das gesunde Eigenkapital der Gemeinde erlauben diesen Schritt. Wir wollen nicht zuletzt unseren Bürgerinnen und Bürgern etwas zurückgeben. Der Steuerfuss soll in den kommenden drei Jahren so beibehalten werden», schliesst Imelda Stadler ihre Ausführungen.

Andreas Breitenmoser, Ratsschreiber, Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin, und Andi Mettler, Finanzverwalter (von links).

Andreas Breitenmoser, Ratsschreiber, Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin, und Andi Mettler, Finanzverwalter (von links).