LICHTENSTEIG: Kandidatin suchte Dialog

Am Dienstagabend stellte sich Petra Stump im Städtli den Fragen der Bevölkerung. Sie und die Vertreter der Ortsparteien sind optimistisch, was die Wahlchancen betrifft.

Martin Knoepfel
Drucken
Guido Müller, Roman Hug, Roland Walther und Martin Kaltenrieder (von links) warben am Dienstagabend im Städtli gemeinsam für die Wahl Petra Stumps (Mitte) als Schulratspräsidentin von Lichtensteig. (Bild: Martin Knoepfel)

Guido Müller, Roman Hug, Roland Walther und Martin Kaltenrieder (von links) warben am Dienstagabend im Städtli gemeinsam für die Wahl Petra Stumps (Mitte) als Schulratspräsidentin von Lichtensteig. (Bild: Martin Knoepfel)

LICHTENSTEIG. Petra Stump möchte Schulratspräsidentin von Lichtensteig werden. Sie stellte sich vorgestern abend während zweier Stunden beim Rathaus Lichtensteig den Fragen der Bevölkerung. Sekundiert wurde sie von Vertretern der vier Ortsparteien der CVP, FDP, SP und SVP. Die Ortsparteien stehen hinter der Kandidatur.

Das Interesse der Lichtensteigerinnen und Lichtensteiger hielt sich allerdings in Grenzen. Die Personen, die die Menschengruppe mit Wahlflyern im Arm ansteuerten, waren zum Teil Bekannte der Kandidatin. Andere wollten am Dienstagabend während der längeren Öffnungszeiten noch etwas im Gemeindehaus erledigen.

Mehrere Personen versicherten Petra Stump, sie würden ihr die Stimme geben. Andere waren offenbar nicht in Lichtensteig ansässig. Einige Personen sagten beim Anblick der Wahlflyer, dass sie diese schon am Morgen in der Post vorgefunden hätten. Eine Dame wünschte mehr Musik in der Schule. Petra Stump entgegnete, dass sie das nicht selber entscheiden könne, wies aber zugleich darauf hin, dass es heute musikalische Früherziehung im Kindergarten gibt.

Petra Stump sagte dem Toggenburger Tagblatt, sie sei vom Aufmarsch nicht enttäuscht. Sie sei optimistisch, was ihre Wahlchancen betreffe. Es sei den Parteien und ihr darum gegangen, am Dienstagabend den Stimmbürgern ein Informationsangebot zu machen.

Das geringe Interesse an den Ansichten der einen von zwei Kandidatinnen fürs Schulratspräsidium erstaunte auch aus einem anderen Grund. Die Bildung ist der grösste Einzelposten im Gemeindehaushalt. Beinahe 3,5 Millionen Franken sind im Budget 2016 für Bildungsausgaben vorgesehen, bei Ausgaben von gesamthaft rund 11,8 Millionen Franken.