LIBINGEN: Volles Haus am Maifest

Das fünfte Libinger Maifest war ein voller Erfolg. Der grosse Aufmarsch an Besuchern bestätigt, dass die Oberkrainermusik in den vergangenen Jahrzehnten keineswegs an Beliebtheit verloren hat.

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Der Oberkrainersound der Schwarzwaldkrainer erntet viel Applaus. (Bild: pd)

Der Oberkrainersound der Schwarzwaldkrainer erntet viel Applaus. (Bild: pd)

LIBINGEN. Entstanden ist das Maifest vor fünf Jahren nach privater Initiative einiger Libinger, die Oberkrainermusik mögen und diese ins Toggenburg holen wollten. Viermal ist es so durchgeführt worden, dabei hat den Initianten aber die Suche nach Helfern immer am meisten Sorgen bereitet.

Man hat deshalb beschlossen, die Organisation an die Interessengemeinschaft Libingen abzugeben, da diese über ein paar Dutzend Mitglieder verfügt.

«Harter Kern» weiterhin dabei

Nach wie vor hat aber der harte Kern von früher den grössten Teil der Organisation unter sich. Und obwohl mehr Personen für eine Mithilfe angefragt werden konnten, hat sich die Personalsuche auch diesmal als grosse Hürde herausstellt.

Schliesslich konnten aber geeignete Grilleure, genügend Service- und Küchenpersonal, ein aufgestelltes Duo für die Bar und viele weitere Helfer gefunden werden. Angefangen von der Verkehrsregelung – Libingen verfügt nur über eine beschränkte Anzahl an Parkplätzen – bis hin zu Personen, die gewillt sind, nach dem Fest das Mehrzweckgebäude wieder aufzuräumen, mussten Helfer rekrutiert werden.

Dank der Erfahrung des bisherigen Kernteams wurden die Besucher innert kürzester Zeit mit Essen und Trinken versorgt. Sogar für den Nachschub zwischen Kühlwagen und Buffet stand jemand zur Verfügung, so dass es nie zu Ausgabeengpässen kam. Auch die Programmwahl ist aufgegangen. Den Auftakt machten die Thurgados. Die Musikanten aus dem benachbarten Thurgau sind keine Unbekannten im Toggenburg und wussten mit ihrem Auftritt zu begeistern. Auch die von ihnen mitgebrachten «Öpfelringli» wurden gerne genossen.

Tanzwillige Paare

Gespannt waren die Zuhörer aber auf die angekündigten Schwarzwaldkrainer. Sie unterhielten die Gäste wie erwartet, und nach einigen wenigen Musikstücken füllte sich schliesslich die Bühne mit tanzwilligen Paaren. Die Pausen der Musikanten wurden vom Organisator genutzt, um den Rheintalgirls einen Auftritt zu ermöglichen. Fasziniert verfolgte das Publikum die Darbietungen der jungen Turnerinnen und bedankte sich mit grossen Applaus für deren Einsatz.

Der Tag der Arbeit hatte längst begonnen. In der Halle wurde aber immer noch fleissig getanzt und an der Bar im Kellergeschoss eifrig diskutiert. Einige der Helfer dürften nur eine kurze Nachtruhe genossen haben, denn am Sonntag um zehn Uhr begann in der Kirche der Gottesdienst, den der Männerchor Krinau-Rietwis mit schönen Liedern bereicherte. Nach dem eindrücklichen Gottesdienst mit bedeutungsvollen Worten von Pfarrer Josef Manser liess man sich gerne noch einmal im Mehrzweckgebäude nieder, denn das feuchte Wetter lockte zu keinen anderen Aktivitäten. Nebst den Schwarzwaldkrainern kamen auch die Mitglieder des Männerchors Krinau-Rietwis zu einem weiteren Auftritt. (pd)