LEICHTATHLETIK: Meistertitel für Teufen und Herisau

Über das Wochenende brillierten die Appenzeller Teams im Schweizer Final des Leichtathletik-Mannschaftsmehrkampfs mit vier Podestplätzen und drei Meistertiteln.

Hans Koller
Drucken
Simon Ehammer im Stabhochsprung. (Bild: Beat Schluep)

Simon Ehammer im Stabhochsprung. (Bild: Beat Schluep)

LEICHTATHLETIK. Die grossen Erfolge der Appenzeller im Schweizer Final des Leichtathletik-Mannschaftsmehrkampfs (LMM) in Riehen wurden durch enorme Steigerungen aller Teams gegenüber der Qualifikationsrunde möglich.

Den grössten Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erreichten das Teufner U20-Team. Die U20-Athleten verbesserten sich gegenüber der Vorrunde um rund 500 Punkte und wurden mit 13 887 Punkten mit rund 1500 Punkten Vorsprung Schweizer Meister. Bester Punktesammler war Domenik Meier mit starken Laufleistungen. Mit wenig Rückstand steuerten Marco Hauswirth, Raphael Date, Thomas Koller und Dennis Buitendijk die notwendigen Punkte zum überlegenen Sieg bei.

In der nächstjüngeren Kategorie überzeugte das Herisauer Team ebenfalls mit einer enormen Steigerung gegenüber der Vorrunde. Das U18-Team gewann mit 500 Punkten Vorsprung ebenfalls überlegen. Gleich im Sprint liefen die Herisauer im Sog vom überlegenen Simon Ehammer fünf persönliche Bestleistungen. Ehammer war auch im Weitsprung mit 6,70 m allen überlegen und steigerte sich auch im Kugelstossen auf 12,99 m. Zur enormen Verbesserung trug weiter Werner Schmid mit neuen Bestleistungen in allen fünf Disziplinen bei. Dahinter erreichten Bruno Schmid und Samuel Staub ebenfalls vier neue persönliche Bestmarken, vervollständigt wurde das Herisauer Erfolgsteam mit Mario Müller und Florian Schmid. Seit 20 Jahren erreichte kein Herisauer Team ein derart hohes Total von 13 890 Punkten.

In den weiblichen Kategorien glänzte aus Appenzeller Sicht das U18-Team aus Teufen. Für die Mittelländerinnen war klar, dass die Favoritinnen aus Landquart nur mit einem Exploit zu schlagen waren. Mit 700 Punkten verbesserten sie sich aber enorm. In einem spannenden Duell schwangen schliesslich die Teufnerinnen mit knapp 100 Punkten Vorsprung obenauf. Beste Punktesammlerin war Miryam Mazenauer mit 2621 Punkten, mit wenig Rückstand folgten Nicole Höhener, Sarah Graf, Eliane Deininger und Lorena Hug.

Silbermedaille für Herisauer Nachwuchs

Die U16-Athleten aus Herisau stiegen als Vorrundensechste in den Wettkampf. Mit mehreren Exploits aller Athleten gelang ihnen eine sensationelle Verbesserung gegenüber der Vorrunde um 1000 Punkte. Damit belegten sie schliesslich mit nur 100 Punkten den überraschenden 2. Schlussrang. Die besten Punktesammler waren Fabrice Mettler und Kevin Waldburger. Dahinter verhalfen Gabriel Waldburger, Sandro Knill, Felix Perry und Cedrin Schlager mit kleinem Rückstand zu diesem nicht erwarteten Erfolg.

Erfreulicherweise waren die Appenzeller auch wieder mit einem Männerteam vertreten. Die Teufner hofften nach dem 3. Rang in der Qualifikation insgeheim auf eine Medaille. In hochstehenden Finalwettkämpfen steigerten sich die Mittelländer um knapp 400 Punkte. Trotz kühler und nasser Witterung verbesserte sich aber auch die Konkurrenz enorm. Schliesslich blieb der undankbare 4. Schlussrang für Manuel Weibel, Thomas Koster, Fabian Weibel, Remo Zellweger und Hannes Koller.

Nach dem Sieg in der Qualifikation hegte auch das U16-Frauenteam Hoffnungen auf eine Medaille. Aber nach dem Ausfall von zwei Leistungsträgerinnen konnte der Traum nicht erfüllt werden. Schliesslich beendeten Alexandra Höhener, Stephanie Balsiger, Sari Weber, Hanna Liersch und Silya Lehmann auf dem trotzdem achtbaren 7. Schlussrang ihre erste Finalteilnahme.