Landsgemeindeplatz für Cars gesperrt

Der Landsgemeindeplatz in Appenzell wird neu gegliedert. Er ist zwar weiterhin als Parkplatz zugänglich, kann aber von Reisebussen nicht mehr angefahren werden. Rekurse gegen die Neusignalisation hat die Standeskommission abgewiesen.

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INNERRHODEN. Der Landsgemeindeplatz wird in einer weiteren Etappe saniert und neu gegliedert. Der Platz soll weiterhin als Parkplatz genutzt werden. Künftig soll aber keine Durchgangsstrasse mehr quer über den Platz führen. Die Standeskommission schreibt in einer Mitteilung, dass für Motorfahrzeuge und grössere Fahrzeuge die Querung vom Landsgemeindebrunnen zum Haus Thoma unterbunden werde. Für Fahrräder, Motorfahrräder und Fussgänger bleibt sie indessen weiterhin möglich.

Immer Richtung Ziel verlassen

Vom Rinkenbach und vom Kronengarten her kann man mit Personenwagen zu den Parkplätzen im südlichen Bereich des Landsgemeindeplatzes gelangen. Die Durchfahrt in Richtung Gansbach und weiter zum Postplatz bleibt für Personenwagen auf diesem Wege nach wie vor möglich. Vom Ziel sowie vom Rathaus und von der Marktgasse kann man mit Fahrzeugen, ausser mit Reisebussen, auf den nördlichen Bereich des Landsgemeindeplatzes gelangen. Den Landsgemeindeplatz müssen Autos und grössere Fahrzeuge in diesem Fall aber neu immer in Richtung Ziel verlassen. Ebenfalls weiterhin möglich bleibt vom Ziel und vom nördlichen Teil des Landsgemeindeplatzes her die Zufahrt in Richtung Marktgasse.

Keine Zufahrt mehr für Busse

Das Justiz-, Polizei- und Militärdepartement verfügte im September 2015 die wegen der Neugestaltung des Platzes nötige Anpassung der Signalisation. Von Norden her ist eine Sackgassetafel vorgesehen. Weil mit der neuen Platzgestaltung das Wenden auf dem Landsgemeindeplatz für Reisebusse schwierig wird, sollen diese Fahrzeuge nicht mehr dorthin gelangen. Es werden zwei Verbotstafeln plaziert. Gegen diese Verfügung gingen vier Rekurse ein. Es wurde eine Zurückweisung des Gestaltungskonzepts zur Überarbeitung und die Aufhebung der Verkehrsanordnung beantragt.

Kaum viel mehr Suchverkehr

Zur Begründung wurde insbesondere vorgebracht, dass die Trennung des Platzes zusätzlichen Suchverkehr verursache und für Fussgänger ein Hindernis darstelle. Da allerdings keine durchgehende Abschrankung vorgesehen ist, verhindert die Trennung die Querung für Fussgänger nicht. Ob mit der neuen Verkehrsregelung der Suchverkehr zu- oder abnimmt, sei schwierig zu prognostizieren, heisst es in der Mitteilung. Eine starke Zunahme des Suchverkehrs sei aber nicht zu erwarten.

Distanz ist zumutbar

Verschiedene Rekurrenten verlangen, dass mit Reisebussen weiterhin auf den Landsgemeindeplatz gefahren werden darf. Mit der Neugestaltung fällt die heutige Funktion des Platzes als Durchgangsstrasse weg. Die Reisebusse müssten daher auf dem Landsgemeindeplatz wenden. Dies ist aus Platzgründen schwierig und kann zu gefährlichen Situationen führen, weshalb ein Verbot sachgerecht erscheint. Zudem ist die Distanz vom Zielplatz zum Landsgemeindeplatz, auch mit Blick auf teilweise grosse Fussgängerzonen in anderen Ortschaften der Schweiz, durchaus zumutbar.

Ebenfalls kritisiert wurde die enge Einfahrt in die Marktgasse. Auch in diesem Punkt ergibt sich indessen keine spürbare Verschlechterung. Schon heute sei die Einfahrt eng. Fahrzeuge, für die ein Einbiegen von Norden her zu eng ist, können auf dem Landsgemeindeplatz eine Schlaufe fahren und von Süden her mit etwas mehr Raum in die Marktgasse einbiegen.

Die Standeskommission ist zur Auffassung gelangt, dass die vorgesehene Neusignalisation sachlich begründet und rechtmässig ist. Die Rekurse wurden daher abgewiesen. (rk)