Landi plant Bau aus Lärchenholz

Die Landi in Appenzell hat ihr Baugesuch für den Neubau im Gebiet Mettlen eingereicht. Der Grundriss beträgt 39 auf 46 Meter. Die Kosten ohne Bauland dürften 10,4 Millionen Franken betragen. Die Auflagefrist dauert bis am 7. März.

Toni Dörig
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Dieser Landi-Neubau soll im Gebiet Mettlen in Appenzell entstehen. Derzeit sind die Pläne aufgelegt. (Bild: Visualisierung: pd)

Dieser Landi-Neubau soll im Gebiet Mettlen in Appenzell entstehen. Derzeit sind die Pläne aufgelegt. (Bild: Visualisierung: pd)

APPENZELL. Kürzlich gab die Landi Appenzell bekannt, dass die Realisierung des Neubaus in Mettlen nicht mehr lange auf sich warten lasse. Bauherr ist der LV St. Gallen, die Landi Appenzell AG wird die für den Betrieb einer Landi erforderlichen Flächen mieten. Inzwischen sind die Visiere gestellt. Das Grundstück ist der Gewerbe- und Industriezone zugeordnet. In dieser Zone dürfen keine Wohnungen gebaut werden.

54 unterirdische Parkplätze

Geplant ist in Mettlen ein dreigeschossiges Gebäude mit unterirdischer Garage. An der Ostseite des Gebäudes ist ein einstöckiger Anbau vorgesehen. Ansonsten handelt es sich um einen stattlichen, fast quadratischen Kubus mit den Ausmassen 38,59 Meter auf der Ostwestlänge und 46,43 Meter auf der Nordsüdlänge. Die Höhe variiert je nach Baugelände zwischen 13 und 10,7 Metern. Dazu kommt ein Untergeschoss mit Tiefgarage, das flächenmässig noch ein Stück weit über den Gebäudekubus hinausreicht. Die überdachte Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage und das Hochregallager befinden sich auf der der Sitter zugewandten Seite des Gebäudes. Im Bereich des Untergeschosses sind die Räume für die technischen Anlagen vorgesehen. Der beachtliche 1645 m² grosse Rest des Untergeschosses dient mit 54 Parkplätzen als Tiefgarage. Zudem werden im Aussenbereich 20 Parkplätze entstehen.

Laden, Büros, Lager

Das Parterre dient im wesentlichen als Verkaufsladen mit einer Nutzfläche von rund 850 m², während im ersten und zweiten Obergeschoss der Grossteil des Raumes für Büros, zum Teil für den Eigenbedarf, mehrheitlich aber zum Vermieten entstehen wird. Ihre Gesamtfläche beträgt knapp 1500 m². Über die drei Etagen hinweg entsteht im Nordteil des Gebäudes ein rund 12 Meter hohes Hochregallager. Im ersten Obergeschoss wird die Landi Räume für Garderoben, Aufenthaltsraum und Administration belegen. Beheizt wird das Minergiegebäude mit einer Pelletheizung. Der Lagerraum für die Holzpellets befindet sich im Erdgeschoss, der Heizraum im Untergeschoss.

Der Grossteil der Fassade wird aus einem vertikal angelegten Lerchenholzschirm bestehen, gewisse Teile, vor allem im unteren Bereich des Gebäudes, werden aus einem farblich abgehobenen und horizontal angebrachten Holzschirm bestehen. Die Aussenansicht des Gebäudes wird zudem geprägt durch die mehrheitlich zusammenhängenden Fensterreihen, vor allem im 1. und 2. Obergeschoss, wo sich die auf Licht angewiesenen Büros befinden. Auf der Nordseite, beim Hochregallager, gibt es hingegen kaum Fenster.

Und das passiert im Hoferbad

Nach Fertigstellung des Landi-Neubaus werden die Grundstücke des Bauernverbandes im Hoferbad dem Kanton im Baurecht überlassen. Dieser wiederum will dort neben günstigem Wohnraum auch Raum für das Kleingewerbe erstellen, eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben. Das denkmalgeschützte «Hoferbad 2» bleibt bestehen und wird weiterhin vom Kanton gemietet. Zurzeit ist dort das Gesundheits- und Sozialdepartement eingemietet.