Kurhaus mit eigener Gondel

Das heutige Hotel-Restaurant Schönenboden hiess Anfang des 20. Jahrhunderts «Kurhaus zur Linde» (die Linde steht noch heute im Garten des Hotels Schönenboden). Das Kurhaus war nur von Anfang Juni bis Ende September geöffnet.

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Das heutige Hotel-Restaurant Schönenboden hiess Anfang des 20. Jahrhunderts «Kurhaus zur Linde» (die Linde steht noch heute im Garten des Hotels Schönenboden). Das Kurhaus war nur von Anfang Juni bis Ende September geöffnet. In einem alten Prospekt kann man Folgendes lesen: «Reiche Auswahl an Wald- und Wiesen-Promenaden, kürzeren und längeren Bergtouren.»

Ein Indiz, dass der Schönenbodensee ein Teil des Kurhauses war, zeigt folgender Text: «Dem Fremden ist dort Gelegenheit geboten, zu jeder Zeit eine Gondelfahrt zu unternehmen. Dieses kann von den Kuranten jederzeit benützt werden, da sowohl das Badhaus als auch die Gondel Eigentum des Hotelbesitzers sind.» Weiter liest man, dass die Zimmer hell, frohmütig und gut eingerichtet seien. 30 Fremdenbetten wurden angeboten. Diese wurden ausschliesslich Menschen angeboten, welche Erholung und eine körperliche Stärkung nach den Anstrengungen der verschiedenen «Lebens-Berufe» suchten.

Dass der Aufenthalt in diesen Höhen nur bestens empfohlen wurde, ist weiter zu lesen im Prospekt. Denn der Tannenduft und die gewürzte Alpenluft übe einen wohltätigen Einfluss auf die Menschen aus. Am Schluss des Prospekts steht Folgendes geschrieben: «Lungenkranke mit tuberkulöser Behaftung können keine Aufnahme finden.» (csu)