Kunststoff ersetzt Guss

An der Schwellbrunnerstrasse werden die Wasserleitungen erneuert. Das Bauprojekt ist in drei Abschnitte aufgeteilt und soll Mitte November abgeschlossen sein.

Andy Lehmann
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Teilweise müssen Gräben geöffnet werden. Die einspurige Durchfahrt ist gewährleistet. (Bild: Andy Lehmann)

Teilweise müssen Gräben geöffnet werden. Die einspurige Durchfahrt ist gewährleistet. (Bild: Andy Lehmann)

«Die Lebensdauer einer Wasserleitung beträgt 50 bis 80 Jahre, dann muss sie ersetzt werden. Teilweise sind es Gussrohre, und diese weisen über die Jahre Korrosionsschäden auf», sagt Hans Hagmann. Er ist Projektleiter der Dorferkorporation Herisau. Diese unterhält ein Wasserleitungsnetz von rund 100 Kilometern Länge. Jährlich werden zwei bis drei Kilometer der Leitungen ersetzt. Anstelle von Gussrohren kommen heute meist Kunststoffleitungen aus Polyäthylen (PEH) zum Einsatz. An der Schwellbrunnerstrasse ist eine Baufirma in Zusammenarbeit mit der Dorferkorporation dabei, die Wasserrohre zu ersetzen. Jedes Haus wird neu angeschlossen. «Es wird nicht zu jedem Gebäude ein Graben gezogen. Stattdessen kommt zum Teil der Pressvortrieb zum Tragen. Dabei wird ein Mikrotunnel gelegt. Ein Rohr wird von der Hauptleitung zum Hausanschluss in den Boden eingezogen und ersetzt so den Graben quer über die Strasse», sagt Gérard Grisotto, Baupolier Implenia AG, Teufen. Das Bauprojekt wird in drei Etappen ausgeführt. Der erste Abschnitt ist fast abgeschlossen. Die Dorferkorporation rechnet damit, dass alle Leitungen bis Mitte November ausgetauscht sind.