Kreatives entsteht in der Freizeit

Am Freitagabend öffnete die traditionsreiche Freizeitarbeiten-Ausstellung ihre Tore. In der Schulanlage Gringel in Appenzell beweisen rund 200 Lernende aus dem Appenzellerland ihr Können. Auf einem Rundgang lassen sich allerlei kreative, praktische und kuriose Projekte entdecken.

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120 Stunden Handarbeit in der Freizeit: Ralph Mittelholzer (Metallbauer im 1. Lehrjahr) hat sogar die Schraubenköpfe für seine Hollywoodschaukel selber geschmiedet, «einfach, weil es besser aussieht.» (Bilder: Roman Hertler)

120 Stunden Handarbeit in der Freizeit: Ralph Mittelholzer (Metallbauer im 1. Lehrjahr) hat sogar die Schraubenköpfe für seine Hollywoodschaukel selber geschmiedet, «einfach, weil es besser aussieht.» (Bilder: Roman Hertler)

APPENZELL. Hängende Grille, verwinkelte Holzhocker, eine Schaukel aus Metallringen, ein Kettenhemd oder eine Brücke aus Schokolade. Der Phantasie der Aussteller sind keine Grenzen gesetzt. Die Vielfalt und Originalität der ausgestellten Objekte an der Freizeitarbeiten-Ausstellung 2014 überrascht so manchen Besucher. Lobende Worte sind in der ganzen Schulanlage Gringel, in der die Ausstellung dieses Jahr untergebracht ist, zu vernehmen. «Schon verrückt, zu was die Jungen heute teilweise schon im ersten oder zweiten Lehrjahr im Stande sind», sagt ein Herr vor dem Haupteingang und beisst in eine Bratwurst.

Andreas Welz, Präsident der Kommission Freizeitarbeiten, hat die Ausstellung, die bis Sonntagabend geöffnet war, am Freitag eröffnet. In seiner Ansprache verwies er auf die Einzigartigkeit des Schweizer Berufsbildungssystems.

Am Samstagmittag ist der Präsident erneut im Gringel anzutreffen. Er sagt: «Die Infrastruktur im Gringel ist ideal. Es gibt genügend Platz zum Ausstellen. Auch der An- und Abtransport gestaltet sich hier einfacher als andernorts.» Trotzdem wird die nächste Ausgabe der Ausstellung in Hundwil durchgeführt. «Wir wollen alle Regionen des Appenzellerlandes berücksichtigen», sagt Welz. (rh)

«Mh, fein»: Lara (7) und Jacob (5) Signer sind von der Tower-Bridge aus Schokolade angetan.

«Mh, fein»: Lara (7) und Jacob (5) Signer sind von der Tower-Bridge aus Schokolade angetan.

Rita Koller (Personalchefin Hotel Hof Weissbad, 2.v.r.), Roberto Danese (Geschäftsführer Hotel Walzenhausen) und drei seiner Lehrtöchter, Catia Diniz, Yara Saxer und Lea Huser, besuchen die Ausstellung.

Rita Koller (Personalchefin Hotel Hof Weissbad, 2.v.r.), Roberto Danese (Geschäftsführer Hotel Walzenhausen) und drei seiner Lehrtöchter, Catia Diniz, Yara Saxer und Lea Huser, besuchen die Ausstellung.

Peter Vogt, Leiter Fachstelle Berufsbildung AR, berät Vater Peter Rusch und Sohn Manuel, der in drei Jahren eine Ausbildung beginnen möchte, «vielleicht etwas Technisches oder Handwerkliches».

Peter Vogt, Leiter Fachstelle Berufsbildung AR, berät Vater Peter Rusch und Sohn Manuel, der in drei Jahren eine Ausbildung beginnen möchte, «vielleicht etwas Technisches oder Handwerkliches».

David Ottiger bestaunt mit seinen Grosseltern Cäcilia und Alfred Fritsche einen Schaukelstuhl für zwei Personen.

David Ottiger bestaunt mit seinen Grosseltern Cäcilia und Alfred Fritsche einen Schaukelstuhl für zwei Personen.

Ehemalige Lehrlinge, die teils schon selber hier ausgestellt haben: Lukas Pfändler, Roman Tanner, Rico Krüsi und Mathias Lämmler.

Ehemalige Lehrlinge, die teils schon selber hier ausgestellt haben: Lukas Pfändler, Roman Tanner, Rico Krüsi und Mathias Lämmler.

Ein Drache zum Ausruhen (Adrian Laich, 3. Lehrjahr).

Ein Drache zum Ausruhen (Adrian Laich, 3. Lehrjahr).

Elegant geschwungener Metallsessel von Alexandra Koster, 2. Lehrjahr.

Elegant geschwungener Metallsessel von Alexandra Koster, 2. Lehrjahr.

Tisch mit Seealpsee-Panorama (Dominik Wyss, 4. Lehrjahr).

Tisch mit Seealpsee-Panorama (Dominik Wyss, 4. Lehrjahr).