Konzert
Ungarischer Star tritt in Appenzell auf

Am 6. Januar gastiert Katica Illényi in der Kunsthalle in Appenzell. Sie gilt als eine der weltbesten Spielerinnen des Instruments Theremin. Zudem singt und tanzt die diplomierte Geigerin.

Drucken
Musikerin Katica Illényi.

Musikerin Katica Illényi.

Bild: PD

In Ungarn ist sie ein Superstar: Katica Illényi spielt ebenso virtuos die Geige, wie sie singt und tanzt. Dazu gilt sie gemäss Medienmitteilung des Veranstalters als eine der weltbesten Spielerinnen des schwierig zu beherrschenden Instruments Theremin, das einzige Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird. Zusammen mit dem Péter Sárik Jazztrio, dem führenden Jazzensemble Ungarns, tritt sie am 6. Januar in der Kunsthalle Appenzell auf. Die Ringofenkonzerte stehen in der neuen Saison 2023 unter dem Motto «Revue de Cuisine» und beginnen künftig um 19.30 Uhr.

Als frisch diplomierte Geigerin empfand Katica Illényi die Grenzen der klassischen Musik als zu eng. Sie wollte mit ihrem ganzen Wesen spielen. Deshalb beschloss sie, neben dem Geigenspiel auch zu singen und zu tanzen. Sie begann mit Gesangsunterricht und ihre Stimme wurde ihr zweites Instrument. Nebenbei lernte sie auch noch Schauspiel und Stepptanz. Dazu begann sie sich mit den populäreren Musikrichtungen wie Jazz und Swing vertraut zu machen. Von 1996 bis 2002 war sie Sängerin und Geigerin der Budapest Klezmer Band. 1999 war ein Wendepunkt in ihrem Leben, als sie eingeladen wurde, als Solistin in verschiedenen Fernsehshows aufzutreten. Seitdem gibt sie jedes Jahr selbst organisierte Konzerte, One-Woman-Shows, immer mit einem neuen Repertoire, das klassische Stücke, Jazz und Easy-Listening-Musik mischt. Bei ihren Konzerten sind Perlen der klassischen Musik, Filmmusik, bekannte Jazz- und Broadway-Melodien zu hören.

Piaf, Bernstein oder Morricone

So kommt denn auch das Appenzeller Publikum beim Neujahrskonzert in den Genuss eines bunten Strausses von berühmten Melodien, wie Edith Piafs «La vie en rose», «Autumn Leaves», die Titelmelodie aus «Schindler's List», «Maria» aus der West Side Story von Bernstein oder Ennio Morricones «Once Upon A Time In The West». Aber auch klassische Stücke von Bach, «Der Schwan» von Saint-Saëns, Bartóks «Rumänische Volkstänze» oder selbst Beethovens «Ode an die Freude» erklingen neben Stücken von Stéphane Grappelli, Charlie Parker, Astor Piazzolla und anderen mehr. Mit dabei ist das Péter Sárik Trio, eine der führenden und populärsten Jazzbands Ungarns. Die Musiker zeichnen sich durch eine stilistische Vielfalt und musikalischen Power aus. Dieses Programm musste wegen der Pandemie schon zweimal verschoben werden. Reservationen in der Kunsthalle Appenzell unter Telefon 071 788 18 60, per E-Mail info@kunsthalleappenzell.ch oder auf der Website h-gebertka.ch. (pd)