Kolumne
Brosmete: Fast perfekte Ferien

In der Brosmete übergeben wir die Schreibfeder an Gastautorinnen und -autoren. Dieses Mal erzählt Hansruedi Diem, warum das Nachhausekommen nach den Ferien doch schön ist.

Hansruedi Diem
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Hansruedi Diems Herbstferien auf Sardinien waren fast perfekt.

Hansruedi Diems Herbstferien auf Sardinien waren fast perfekt.

Bild: Archiv

Die Herbstferien auf Sardinien waren wirklich schön und erholsam. Malerische Buchten, saubere Strände und feinstes Essen. Das perfekte Wetter lud die ganze Woche zu diversen Aktivitäten ein. So mietete ich zum Beispiel zum ersten Mal ein Stand-up-Paddel (SUP) und versuchte wenigstens einmal im welligen Meer darauf stehen zu können. Kurz gesagt, Versuch gescheitert und Salzwasser geschluckt. Wääh. Mit einem Kanu hatte ich mehr Erfolg und musste kein Meerwasser schlucken.

Als Nächstes war Windsurfen angesagt. In einer traumhaften Bucht versuchte ich mich vom Wind treiben zu lassen. Da ich nicht zum ersten Mal auf diesem Brett stand, kam ich ziemlich rasch voran. Nach einer Stunde musste ich wieder zurück zum Strand, doch irgendwie wollte der Wind nicht mehr. Nicht dass es keinen Wind mehr gehabt hätte, nein, er kam von allen Seiten. Mehrere Male versuchte ich die richtige Position zu finden, doch sobald ich jeweils gewendet hatte, kam der Wind wieder von der anderen Seite. Nach einer Weile klappte es aber trotzdem und ich surfte zurück zum Strand.

Hansruedi Diem

Hansruedi Diem

Bild: pd

Die Ferien waren nun zu Ende und ich begab mich zum Flughafen. Plötzlich erhielt ich eine SMS. Flug storniert. Augenblicklich fiel ich in den Krisenmodus. Was nun? Die Fluggesellschaft verteilte kleine Infobroschüren mit den Anweisungen, was man nun machen kann. Aber eigentlich stand auf dem Zettel nicht mehr als «schauen sie selber wie sie nach Hause kommen». Erste leise Unwörter verliessen meinen Mund.

Mit dem Handy musste ich via App der Fluggesellschaft den Flug nach Mailand statt nach Basel umbuchen und kam mit einem Tag Verspätung auf dem Festland an. Ich hätte am liebsten ein Zäuerli angestimmt, als ich in Mailand in den Zug der SBB steigen konnte. Juhee, Heimat, du hast mich wieder.