Kita-Angebot in Appenzell Ausserrhoden wächst

APPENZELLERLAND. Die Ausserrhoder Kindertagesstätten haben ihr Angebot ausgeweitet: Ab Frühjahr wird es im Kanton 281 Plätze in elf Gemeinden geben. Eine wichtige Aufbauhilfe leistete in der Vergangenheit das Impulsprogramm des Bundes.

Michael Genova
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Zwischen 2003 und 2013 erhielten sechs Ausserrhoder Kitas vom Bund insgesamt rund eine halbe Million Franken. (Bild: fotolia)

Zwischen 2003 und 2013 erhielten sechs Ausserrhoder Kitas vom Bund insgesamt rund eine halbe Million Franken. (Bild: fotolia)

Das Betreuungsangebot von Kindertagesstätten (Kitas) in Appenzell Ausserrhoden ist in den vergangenen drei Jahren stark gewachsen. 2013 zählte die Appenzeller Zeitung in einer Erhebung noch rund 210 Betreuungsplätze an zehn Standorten. Bis im Frühjahr wird sich diese Zahl mit der Eröffnung einer neuen Kita in Urnäsch auf 281 erhöhen.

Keine Wartelisten

«Wir beobachten bei den Kitas eine neue Dynamik», sagt Carina Zehnder, Projektleiterin in der Abteilung Chancengleichheit des kantonalen Amts für Soziales. Das Interesse an Kitaplätzen im Kanton sei klar gestiegen. Zehnder schätzt, dass durch Neugründungen und den Ausbau von Angeboten in den letzten zwei Jahren zwischen 40 und 45 entstanden sind.

Lange Wartelisten sind Carina Zehnder zurzeit nicht bekannt. Das bestätigt auch Nadja Rechsteiner, Geschäftsleiterin der Kinderbetreuung Herisau. «Aktuell befinden wir uns mit unserem Angebot auf der Höhe der Bedürfnisse.» Lediglich im Säuglingsbereich führe der Verein eine Warteliste.

Geld des Bundes war wichtig

Eine wichtige Rolle beim Ausbau des Kita-Angebots in Appenzell Ausserrhoden spielte in der Vergangenheit die zeitlich begrenzte Anstossfinanzierung des Bundes. Zwischen 2003 und 2013 erhielten sechs Ausserrhoder Kitas vom Bundesamt für Sozialversicherungen insgesamt rund eine halbe Million Franken. Dadurch wurden 77 neue Plätze in Kindertagesstätten geschaffen. Im schweizerischen Durchschnitt führten die Bundeshilfen sogar zu einer Verdoppelung des Angebots. In Appenzell Ausserrhoden beteiligen sich einige Gemeinden meist in Form von Leistungsvereinbarungen an der Finanzierung von Kitas. Vereinzelt subventionieren auch Unternehmen die Kitagebühren ihrer Mitarbeiter.

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