Jahrmarkt
Begeisterte Marktfahrer und mehr Besucher: Herisauer Warenmarkt auf der Rundbahn stösst auf positive Resonanz

Vom Donnerstag bis am Montag fand auf dem Ebnet in Herisau der Jahrmarkt statt. Der Warenmarkt musste am Sonntag und Montag auf die angrenzende Rundbahn ausweichen. Dies könnte nun wegweisend für künftige Durchführungen sein.

Ramona Koller
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Gemütliche Runden auf der Laufbahn.

Gemütliche Runden auf der Laufbahn.

Bild: Ramona Koller

Er gehört zum Herisauer Jahrmarkt wie das Ponyreiten und der Autoscooter: der Warenmarkt. Üblicherweise stellen die Marktfahrenden ihre Stände entlang der Bahnhofstrasse auf. Bei schönem Wetter herrschte jeweils reges Gedränge zwischen den Ständen. Die letzten beiden Jahre musste wegen Corona auf eine Durchführung des Warenmarkts verzichtet werden. Wegen der Bauarbeiten am Knoten Bahnhofstrasse in Herisau konnte die gewohnte Kantonsstrasse nicht gesperrt werden und der Warenmarkt somit nicht an seinem angestammten Platz durchgeführt werden. «Wir wollten jedoch nicht darauf verzichten. Der Bevölkerung, aber auch den Marktfahrenden zu liebe», erklärt Marco Forrer, Abteilungsleiter Volkswirtschaft der Gemeinde Herisau. Der Warenmarkt wurde deshalb zum ersten Mal auf der Rundbahn im Ebnet, angrenzend an den Jahrmarkt, aufgebaut.

40 Stände verwandelten die rote Bahn in einen bunten Marktplatz. Die Anzahl der Stände hat sich im Vergleich zur letzten Durchführung 2019 fast halbiert. Dies hat jedoch nichts mit dem neuen Durchführungsort zu tun, wie Forrer sagt:

Marco Forrer, Abteilungsleiter Volkswirtschaft Gemeinde Herisau.

Marco Forrer, Abteilungsleiter Volkswirtschaft Gemeinde Herisau.

Bild: PD
«Bei den Marktfahrenden ist leider ein Rückgang zu beobachten. Nicht zuletzt Corona hat der Branche stark zugesetzt.»

Rund 75 Stände seien jeweils an der Bahnhofstrasse aufgestellt worden. Viele, die an der letzten Durchführung vor Corona teilgenommen haben, hätten sich nun nicht mehr angemeldet. Es sei schwieriger geworden, ein vielfältiges Angebot am Markt präsentieren zu können, so Forrer. Er sei froh, dass dies dennoch gelungen sei.

Dauerhafte Verschiebung ins Ebnet?

Von den Besucherinnen und Besuchern habe Forrer nur lobende Worte für den Warenmarkt auf der Rundbahn erhalten: «Sie schätzen die Nähe zum Jahrmarkt und, dass es zwischen den Ständen mehr Platz hat, als an der Bahnhofstrasse.» Auch die Marktfahrenden und die Schaustellerinnen und Schausteller mit ihren Buden und Bahnen auf dem angrenzenden Kiesplatz seien voll des Lobs gewesen. Der Jahrmarkt und der Warenmarkt hätten gegenseitig voneinander profitiert und mehr Besuchende verzeichnet. «Den neuen Platz für den Markt müsst ihr unbedingt beibehalten», ist laut Forrer der Tenor.

Zumindest im kommenden Jahr wird der Warenmarkt definitiv erneut auf der Rundbahn stattfinden. Wie bereits in diesem Jahr wegen der Bauarbeiten am Knoten Bahnhofstrasse. Nach jener Durchführung werde man ein Fazit ziehen und eine dauerhafte Verschiebung prüfen. «Schlussendlich stehen die Bedürfnisse der Marktfahrenden und der Besuchenden an oberster Stelle. Und diese scheinen auf der Rundbahn gedeckt zu sein», so Forrer.