Jagdwesen
Nach massiven Vorwürfen ehemaliger Jagdaufseher: Ausserordentlicher Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef ein

An den Vorwürfen gegen den Innerrhoder Jagd- und Fischereiverwalter ist nichts dran. Dies ergaben die Abklärungen von Franco Passini. Nef zeigt sich in einer persönlichen Stellungnahme erleichtert über diesen Entscheid.

Drucken
Zwei Jäger erstatteten Strafanzeige gegen den Jagdverwalter Ueli Nef. Nun wurden die Verfahren eingestellt.

Zwei Jäger erstatteten Strafanzeige gegen den Jagdverwalter Ueli Nef. Nun wurden die Verfahren eingestellt.

Bild: Peter Schneider/Keystone

Die Staatsanwaltschaft hat die Strafverfahren gegen den Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef eingestellt. Dies teilt Nef in einer Medienmitteilung mit. Die von zwei Jägern erhobenen Vorwürfe seien allesamt unbegründet, heisst es darin.

Ueli Nef ist Innerrhoder Jagdverwalter.

Ueli Nef ist Innerrhoder Jagdverwalter.

Bild: PD

Zwei ehemalige Jagdaufseher hatten im Frühling 2021 teils massive Vorwürfe gegen den Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef erhoben. Um diese abzuklären, beauftragte die Innerrhoder Regierung einen externen Gutachter.

Dieser kam im Juni 2021 zum Schluss, dass an den 24 teils massiven Vorwürfen nichts dran ist und sich Ueli Nef nichts hat zu Schulden kommen lassen. Der Gutachter stellte schon damals gemäss Medienmitteilung eine «zu einem nicht unbeachtlichen Grad orchestrierte und konzentrierte Stimmungsmache mit dramatisierten, übertriebenen und unrichtigen Vorwürfen» fest. Die Standeskommission hat Ueli Nef daraufhin das Vertrauen ausgesprochen und den beiden freiwilligen Jagdaufsehern gekündigt.

Zweiter Jäger als Privatstrafkläger

Trotz der Entlastung durch Gutachten und Standeskommission reichte Ende August 2021 ein Jäger, der anonym bleiben will, eine Strafanzeige gegen Ueli Nef ein. Daraufhin wurde mit Franco Passini ein ausserordentlicher Staatsanwalt für die Untersuchung der Vorwürfe eingesetzt. Die ausserordentliche Staatsanwaltschaft hat nach Abschluss der Untersuchung am 10. August die Einstellung der Verfahren verfügt.

Die Einstellung erfolgte mit zwei Verfügungen, da sich nach der Verzeigung durch den Innerrhoder Jäger ein zweiter Jäger als Privatstrafkläger am Verfahren beteiligt habe, schreibt Nef in seiner persönlichen Stellungnahme.

Belastende Angelegenheit ist beendet

Die Einstellungsverfügungen bedeuten den vollumfänglichen Freispruch von den gegen Ueli Nef erhobenen Vorwürfen. Nef zeigt sich in der Mitteilung «erleichtert und sieht sich darin bestätigt, dass sich die gegen ihn erhobenen Vorwürfe allesamt als haltlos erwiesen haben».

Nach der Entlastung durch das Gutachten und die Standeskommission ist Ueli Nef auch strafrechtlich vollumfänglich entlastet und er hofft nach eigenen Angaben, dass die persönliche und das Amt belastende Angelegenheit, welche aus einem kleinen Teil der Jägerschaft seit nahezu zwei Jahren immer wieder befeuert wurde, ad acta gelegt werden kann.

Die Standeskommission nimmt in einer kurzen Stellungnahme «mit Erleichterung» von der Einstellung der Strafverfahren gegen den Jagdverwalter Kenntnis. Sie spricht ihm erneut das Vertrauen aus. (pd/rk)