«Ja, es gibt einen Kandidaten aus den Reihen des Vorstandes»

Nach 15 Jahren an der Spitze des Appenzeller Kantonalfussballverbandes tritt Werner Schmid zurück. An der DV wird das Projekt Footeco präsentiert.

Mea Mc Ghee
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Werner Schmid Präsident Appenzeller Kantonalfussballverband (Bild: pd)

Werner Schmid Präsident Appenzeller Kantonalfussballverband (Bild: pd)

Sie sind seit 2001 Präsident des Appenzeller Kantonalfussballverbandes AKFV. Warum treten Sie nun zurück?

Werner Schmid: Vor den 15 Jahren als Präsident arbeitete ich einige Jahre in verschiedenen Funktionen im Vorstand des AKFV. Als wir bis zu drei Auswahlteams bei den Junioren führten, war das Amt aufwendiger. Obwohl die zeitliche Belastung abgenommen hat, ist nun der richtige Moment für meinen Rücktritt.

Steht an der Delegiertenversammlung vom 11. März ein Nachfolger zur Wahl?

Schmid: Ja, es gibt einen Kandidaten aus den Reihen des aktuellen Vorstandes. Auch für die Vakanz, die bei der Wahl des neuen Präsidenten entsteht, gibt es einen Kandidaten, so dass der Vorstand mit vier Mitgliedern wieder komplett sein wird.

2017 feiert der AKFV sein 50jähriges Bestehen. Sind Feierlichkeiten geplant?

Schmid: Bis jetzt wurden keine Aktivitäten festgelegt. Der neue Vorstand wird das Jubiläumsjahr planen.

Was hat den Fussball im Appenzellerland während der letzten Jahre geprägt?

Schmid: Die Phase mit den AKFV-Auswahlteams bei den D-, C- und B-Junioren war intensiv. Die Idee wurde nicht immer von allen Vereinen unterstützt, so dass es seit der Saison 2010/11 keine Auswahlteams mehr gibt. Die Anzahl der Spielerinnen und Spieler stagniert, dennoch ist die Entwicklung im Juniorinnen- und Frauenfussball auch im AKFV-Gebiet bemerkenswert. Allgemein profitieren die Fussballvereine von immer besseren Trainingsmöglichkeiten, etwa dank der Kunstrasenplätze.

Der FC Herisau in der 2. Liga regional und die Frauen des FC Bühler in der 1. Liga sind die sportlich ambitioniertesten Aktivteams im AKFV. Gibt es Steigerungspotenzial?

Schmid: Höher als in der 2. Liga zu spielen, wird bei den Männern aus finanziellen Gründen schwierig. Aber mit einigen Teams in der 3. und 4. Liga sind wir recht gut aufgestellt. Wichtig ist, dass möglichst viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit haben, in einem der acht Vereine Fussball zu spielen.

Gibt es an der Delegiertenversammlung spezielle Traktanden?

Schmid: Antonio Romano vom FC Bühler wird für seine langjährige Vorstandstätigkeit und seinen Einsatz im Verein geehrt. Zudem informiert Markus Frei über «Footeco». Dieses Projekt des Schweizerischen Fussballverbandes will 11- und 12-Jährige fördern. In neuen Stützpunkten soll ein wöchentliches Training für Talente angeboten werden.