Innerrhoden
Findet die Landsgemeinde nach zweijähriger Pause wieder statt? Standeskommission entscheidet Mitte März

Die Innerrhoder Standeskommission ist derzeit an den Vorbereitungen für die Landsgemeinde. In ihrer Planung steht eine Durchführung der Landsgemeinde am 24. April im Vordergrund. Der Entscheid über die Durchführung fällt Mitte März.

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2019 fand die letzte Landsgemeinde in Appenzell statt.

2019 fand die letzte Landsgemeinde in Appenzell statt.

Bild: Hanspeter Schiess

Die Vorbereitungen für die Durchführung der diesjährigen Landsgemeinde in Innerrhoden laufen schon seit geraumer Zeit. Wie die Standeskommission am Montag mitteilt, lässt die epidemiologische Lage allerdings noch keine definitive Einschätzung zu, ob diese tatsächlich wie vorgesehen am 24. April durchgeführt werden kann.

Die Schweiz befinde sich nach wie vor in einer Phase mit ausserordentlich hohen Infektionszahlen. Eine verlässliche Prognose, wann die Ansteckungswelle abebben werde, sei zurzeit nicht möglich, heisst es in der Mitteilung. Die Standeskommission verweist aber auf andere Länder, in denen die Omikron-Variante schon länger das Infektionsgeschehen beherrscht. Sie schreibt:

«Erfahrungswerte legen die Vermutung nahe, dass die Welle in nächster Zeit gebrochen werden kann und sich im April einigermassen ruhige Verhältnisse ergeben werden.»

Regierung plant mit Durchführung

Angesichts dieser Sachlage plant die Standeskommission derzeit mit einer Durchführung der Landsgemeinde im April. Ob jedoch die Landsgemeinde im üblichen Rahmen abgehalten werden kann oder allenfalls auf einen grösseren Platz verlegt und auf die Einladung von Gästen sowie den Aufzug verzichtet wird, ist gemäss Medienmitteilung derzeit ebenfalls noch offen. Der definitive Entscheid über die Durchführung der Landsgemeinde und die Art ist für Mitte März vorgesehen.

Verschieben oder absagen

Doch was passiert, wenn die Coronalage kritisch bleibt und die Durchführung der Landsgemeinde im April nicht möglich ist? Dann würde die Standeskommission wahrscheinlich eine Verschiebung in den Juni vornehmen. Diesfalls sei eine weitere Einschätzung der Lage für Ende April geplant, so die Kantonsregierung.

Sollten die dannzumaligen Prognosen selbst für eine Durchführung im Juni zu schlecht sein, würde sich – wie bereits in den Vorjahren – die Frage einer Verlegung der Geschäfte an die Urne stellen. 2020 und 2021 konnte die Landsgemeinde coronabedingt nicht durchgeführt werden. Die Standeskommission schreibt allerdings: «Derzeit sieht es allerdings nicht so aus, dass auf diese Notfalllösung zurückgegriffen werden müsste.» (red/rk)