HPS Toggenburg weiter gefordert

Letztes Jahr feierte die Heilpädagogische Schule Toggenburg ihr 50-Jahr-Jubiläum. Die Reformen des Kantons im Bereich Sonderpädagogik fordern die Schule weiterhin, wie Präsident Andreas Lusti an der Hauptversammlung sagte.

Cecilia Hess-Lombriser
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Die Wahlfachgruppe Trommeln und Tanzen hat unter der Leitung von Elfie Wälly einen Auftritt einstudiert. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Wahlfachgruppe Trommeln und Tanzen hat unter der Leitung von Elfie Wälly einen Auftritt einstudiert. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

WATTWIL. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HPS Toggenburg, Eltern und 17 Vereinsmitglieder nahmen an der HV vom Montag teil. Rosmarie Hotz trat nach acht Jahren aus dem Vorstand zurück; gewählt wurde Barbara Inauen, Kirchberg.

Vorteil Tagesschule

Nach der Hauptversammlung trat die Wahlfachgruppe Trommeln und Tanzen unter der Leitung von Elfie Wälly auf und unterhielt die Gäste mit einer Tiergeschichte aus Afrika. Der Rhythmus stand dabei im Vordergrund und sowohl auf wie vor der Bühne waren alle begeistert.

Andreas Lusti erinnerte einleitend nochmals an das 50-Jahr-Jubiläum, das letztes Jahr mit verschiedenen Anlässen gefeiert wurde. «Wir konnten zeigen, wie wichtig die Schule ist», betonte er. Die Anzahl Schülerinnen und Schüler für das neue Schuljahr sei noch nicht bekannt, doch es könnten wieder mehr Schülerinnen und Schüler beschult werden. Es brauche zusätzliche qualifizierte Lehrpersonen, doch der Markt für Heilpädagogen sei ausgetrocknet. Im vergangenen Jahr hätten die Reformen des Sonderpädagogikkonzepts des Kantons die Kräfte gefordert. Die Pauschalfinanzierung sei definitiv eingeführt, das Sonderpädagogikkonzept des Kantons definitiv genehmigt, der neue Berufsauftrag für die Lehrpersonen definitiv beschlossen. «Jetzt müssen wir alles umsetzen», machte der Präsident deutlich, dass die Schule weiterhin gefordert sein wird. Zusätzlich komme das neue Versorgungskonzept. «Dieses fördert die Tagesschulen vor den Internaten, was für uns eine gute Nachricht ist», sagte Lusti. Er verriet, dass der Verein mit den Reformen leben könne, dass die Papierflut jedoch belastend sei und dies sei dem Bildungsdepartement kommuniziert worden.

Umso mehr zeigte sich der Präsident erfreut, dass ein humorvolles Team an der Schule wirkt, das die Bedürfnisse der Kinder erkenne und sie kompetent begleite. Er bat, sich aktiv mit der Abstimmungsvorlage über das Fortpflanzungsmedizingesetz auseinanderzusetzen und nach bestem Wissen und Gewissen abzustimmen. Vorstandsmitglied Patrick Brändle erklärte die Rechnung umfassend. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 145 562 Franken. Das Budget hatte einen Rückschlag von rund 52 000 Franken vorgesehen.

Wechsel im Vorstand

Diverse Posten beim Personal- und beim Sachaufwand haben zum positiven Ergebnis geführt. Andreas Lusti verabschiedete die «gute Kollegin» Rosmarie Hotz aus dem Vorstand. Sie habe die HPS als Pädagogin und Mutter eines ehemaligen Schülers mitgeprägt. «Ihre Erfahrungen waren uns wichtig und sie werden uns fehlen», anerkannte er. Rosmarie Hotz selber bezeichnete ihre Aufgabe als «spannend» und sie habe wertvolle Begegnungen machen dürfen. «Ich freue mich, dass sich das Team in einer guten Atmosphäre für die Kinder einsetzt.» Als Nachfolgerin konnte Barbara Inauen, Primarlehrerin und Schulleiterin in Gähwil, gewonnen werden. Der Vorstand wurde bestätigt.

Rosmarie Hotz (links) ist nach acht Jahren aus dem Vorstand zurückgetreten. Barbara Inauen ist ihre Nachfolgerin.

Rosmarie Hotz (links) ist nach acht Jahren aus dem Vorstand zurückgetreten. Barbara Inauen ist ihre Nachfolgerin.