Hilfsprojekt
Grosse Spende-Bereitschaft: Über 700 Weihnachtspäckli für Bedürftige in Osteuropa

Die Aktion «Weihnachtspäckli» hilft Menschen in Ost- und Südosteuropa. Gross war die Hilfe im Appenzeller Mittelland.

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Helfende Hände beim Verladen.

Helfende Hände beim Verladen.

Bild: PD

Die zehn Jugendlichen und Männer der Freien Evangelischen Gemeinschaft (FEG) Gais im Alter zwischen 13 und 77 Jahren waren am Mittwochnachmittag sichtlich erleichtert, als sie alles Material im Lieferwagen und Anhänger verstaut haben. Gemäss Medienmitteilung kamen insgesamt 620 Kinder- und Erwachsenenpäckli, auf Paletten, säcke- und schachtelweise Kleider- und Schuhspenden, Spiel- und Bastelsachen, Strickdecken und gebrauchte Schultaschen zusammen. Dieses Gefährt rollte danach Richtung Frauenfeld zum «LiO»-Zentrallager der «Aktion Weihnachtspäckli».

Bereits zuvor waren aus Speicher 100 Päckli und weiteres Material abtransportiert worden. In Frauenfeld und weiteren Lagern werden die Laster mit Päckli bis unters Dach gefüllt. 40 Sattelschlepper, pilotiert von ehrenamtlichen Chauffeuren, fahren Ende November, Anfang Dezember nach Moldawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Weissrussland und auch in die Ukraine.

Gemeinsame Aktion

Dort werden die Päckli durch einheimische Helfer, welche sich das ganze Jahr für die Bedürftigen engagieren, an die Notleidenden verteilt. Die einheimischen Helfenden werden zum Teil unterstützt durch Freiwillige aus der Schweiz. Die Geschenke gelangen zu kinderreichen Familien, verarmten Senioren, Kindern in Schulen und Heimen, alleinerziehenden Müttern, Menschen mit Behinderungen und auch in Gefängnisse. Die «Aktion Weihnachtspäckli» wird gemeinsam von den vier Hilfswerken Licht im Osten (LiO), Christliche Ostmission (COM), Aktion für verfolgte Christen und Notleidende (AVC) und Hilfe für Mensch und Kirche (HMK) durchgeführt.

Froh über die wieder gute und speditive Zusammenarbeit der Reformierten und Katholischen Kirchengemeinden in Gais, Teufen, Speicher, Trogen, der FEG Gais sowie der Kirche Bild SG zeigte sich auch die Leiterin der Sammelstelle Gais, Ruth von Känel. Sie hat zusammen mit ihrem engagierten Team in unzähligen Einsatzstunden die Päckli mit Stofftieren, Spiel- und Strickwaren komplettiert und transportbereit in Weihnachtspapier gewickelt. Anschliessend sind die Pakete mit selbst kreierten gehäkelten Schnüren stabil verschnürt worden.

Beteiligt waren laut Communiqué wiederum zahlreiche fleissige Frauenhände – zum Teil über 90-jährige – aus Appenzell und dem Rotbachtal, die während des ganzen Jahres zu Hause oder auch im «Strick-Café» mit viel Liebe Socken, Schals, Handschuhe und Mützen gestrickt haben. Anonyme Spenderinnen und Spender haben zudem namhafte Beiträge an die Transportkosten beigesteuert. (pd)