HERISAU: Herisauer Asylunterkunft noch nicht ausgelastet

Seit einem Monat ist die temporäre Bundesasylunterkunft unter dem Spital Herisau in Betrieb. Derzeit sind 60 Asylsuchende in der Unterkunft. Die Reaktionen aus der Bevölkerung bewegen sich im erwarteten Rahmen.

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130 Leute informierten sich am Donnerstag über die Eröffnung des temporären Asylzentrums in Herisau.

130 Leute informierten sich am Donnerstag über die Eröffnung des temporären Asylzentrums in Herisau.

HERISAU. In der Unterkunft leben derzeit vorwiegend Asylsuchende aus Afghanistan und Westafrika. Die maximale Auslastung von 100 Personen ist noch nicht erreicht, wie die Gemeinde Herisau mitteilt.

Bei der Gemeinde gingen bisher zehn Mails unter der Adresse asyl@herisau.ar.ch ein. Sechs Herisauerinnen und Herisauer boten Kleider, Plüschtiere, Spiel- und Malsachen an. In drei weiteren Mails wurden Wohnraum und Unterricht für Kinder angeboten. Eine Person machte auf eine grössere Gruppe dunkelhäutiger Personen aufmerksam, die abends trotz des Endes der Ausgangszeit um 17.30 Uhr noch auf dem Sportplatz gesehen worden war, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Cricket-Mannschaft gehandelt hatte, die ausnahmsweise an einem anderen Ort trainierte.

Weitere Anfragen und Spenden gingen direkt an den Empfang bei der temporären Asylunterkunft (071 353 26 40). Spenden, gebraucht werden etwa Männer- und Kinderschuhe, können weiterhin vor Ort abgegeben werden.

Die Unterkunft beim Spital Herisau wurde am 18. April eröffnet und wird Mitte Dezember wieder geschlossen. (pd/maw)