HERISAU: Bye Bye Bubble Beatz

Das war's dann: Bubble Beatz mit dem Herisauer Kay Rauber und Christian Gschwend sind am Freitagabend zum letzten Mal im Appenzellerland aufgetreten. Im Sommer beenden sie ihre Karriere, weil Rauber auf Segel-Weltreise geht.

Roger Fuchs
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Kay Rauber und Christian Gschwend musizierten 17 Jahre lang zusammen. (Bild: rf)

Kay Rauber und Christian Gschwend musizierten 17 Jahre lang zusammen. (Bild: rf)

HERISAU. Um die 900 Personen jubelten Bubble Beatz zu, als sie am Freitagabend im Casino in Herisau nochmals alle Register ihres Könnens zogen. Die als Schrott-Musiker bekannt gewordenen Kay Rauber und Christian Gschwend haben während Jahren bewiesen, dass auch mit Kübeln, Pfannen, Tonnen und Kesseln eine grosse Karriere möglich ist.

Abschied mit 100 Dezibel

Mit dem letzten Konzert in Herisau verabschiedeten sie sich von ihren Freunden. Nochmals mit auf der Bühne stand auch Marcel Gschwend, der Bruder von Christian Gschwend. Die ersten fünf Jahre hatte er die beiden regelmässig mit Bass und Keyboard begleitet. Insgesamt können Kay Rauber und Christian Gschwend auf 17 Jahre gemeinsamen Musizierens zurückblicken.

Für die Abschiedsshow haben Bubble Beatz das Beste der letzten Jahre zusammengefasst. Leise Klänge gehörten ebenso dazu wie laute Rhythmen, bei denen es um die 100 Dezibel auf die Ohren gab. Mit einem lauten «Wir werden euch vermissen» winkten die beiden nach zweieinhalb Stunden ihren Fans zu, die zur Erinnerung längst unzählige Sequenzen mit ihren mobilen Telefonen aufgezeichnet haben.

«Melody of Noise»

Auch anderweitig geraten die beiden noch nicht so schnell in Vergessenheit. Im Film «Melody of Noise» begleitet Regisseurin Gitta Gsell verschiedene Schweizer Klangkünstler. Fast ein Jahr lang hat sie die Arbeit von Bubble Beatz dokumentiert. Verewigt sind die beiden zudem in China. Sie konnten der Yang Liping Dance Company eine Kopie ihrer kleinen Bühneninstallation verkaufen.